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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Wir Jungen müssen für das Rentenpaket teuer bezahlen

22.09.2014
Frage: Herr Ziemiak, Sie wollen als neuer Chef die Junge Union erneuern. Wie soll diese Erneuerung aussehen?
Ziemiak: Wir müssen uns als Junge Union breiter aufstellen. Nicht als Selbstzweck, sondern um unser Land zukunftssicher zu machen. Lassen Sie mich das festmachen am Thema Rente und demografischer Wandel: Wir haben immer mehr Rentner und immer weniger Beitragszahler. Ohne drastische Maßnahmen fahren wir das Rentensystem vor die Wand. Das schwarz-rote Rentenpaket ist nicht in unserem Sinne. Das ist eine Hypothek für künftige Generationen. Wir Jungen werden dafür teuer bezahlen müssen.
Frage: Wo wollen Sie noch ansetzen?
Ziemiak: Die Energiewende wird zum Lackmustest für unsere Reform- und Wettbewerbsfähigkeit. Davon hängt die Zukunft unserer Wirtschaft und unseres Landes ab. Wir brauchen eine europäische Energiepolitik, gerade auch mit Blick auf Osteuropa und Russland. Und drittens: Wir müssen die Digitalisierung vorantreiben. Was die Bundesregierung hier bisher macht, ist ein guter erster Schritt, aber noch zu wenig. Hier muss mehr getan werden. Sonst wird Deutschland ein digitales Entwicklungsland.
Frage: Sie sind Katholik, die CDU trägt das C für Christlich im Namen. Gerät das C in der Partei nicht immer mehr in den Hintergrund?
Ziemiak: Es ist gut, dass wir das C haben. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, das uns von allen anderen unterscheidet. Es ist nicht verloren gegangen, wird aber zu wenig herausgestellt. Wir sollten es stärker betonen und unsere Politik mehr darauf ausrichten.
Frage: Sie sind Aussiedlerkind und mit Ihren Eltern 1988 aus Stettin nach Deutschland gekommen. Brauchen wir mehr Offenheit und Toleranz gegenüber Zuwanderern und Flüchtlingen, eine neue Willkommenskultur?
Ziemiak: Wir brauchen kein Multikulti. Bei der Willkommenskultur mangelt es meines Erachtens auch nicht. Deutschland ist das Land der Möglichkeiten. In keinem anderen Land gibt es solche Chancen für Einwanderer wie hier. Der Schlüssel zur Integration und zum Erfolg ist Bildung und zuvor noch die Sprache. Wenn Kinder Deutsch lernen, können sie hier alles erreichen. Zuwanderer und Flüchtlinge haben auch eine Bringschuld. Der Staat kann ihnen nicht alles abnehmen und alles leisten.
Andreas Herholz
Korrespondentenbüro Berlin
Tel:
0441 9988 2018

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