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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

„Wir lassen uns von den Raketen nicht einschüchtern“

16.07.2014
Frage: Wie schätzen Sie derzeit die Situation für die israelische Bevölkerung ein?
Ihle: Ich wohne in einer Gegend, die nicht so stark vom Beschuss aus Gaza betroffen ist. Trotzdem haben wir schon vier Mal die Sirenen gehört. Und es ist ja nicht das erste Mal. Man hat die Nase voll, weil dieser massive Beschuss alle 20 Monate wieder passiert. Wir denken natürlich auch an die Leute in Gaza und finden es schrecklich, wenn Kinder und Frauen sterben. Aber die Hamas muss nur aufhören uns zu beschießen, dann hören auch die Gegenangriffe auf. Die Palästinenser sind in einer tragischen Situation.
Frage: Wie wirkt sich die Bedrohung auf den Alltag aus?
Ihle: Vorgestern Morgen gab es gegen sechs Uhr Alarm. Also ab in den Schutzraum – inzwischen muss ja jedes neue Haus mit einem gebaut werden – und dann warten, bis der Knall kommt. Der kam dann auch. Dann wieder hoch und das Leben weiter leben. Wir lassen uns von den Raketen nicht einschüchtern. Ich fahre zum Beispiel jeden Tag mit dem Bus nach Jerusalem zur Arbeit. Bizarr war es während des WM-Finales. Während der beiden Halbzeiten war Ruhe. Nach dem Abpfiff kamen dann wieder Raketen aus Gaza.
Frage: Gibt es viel Angst oder fühlen sich die Leute durch das Raketenabwehrsystem „Eisenkuppel“ gut gesichert?
Ihle: Ich habe keine Angst. Aber die Leute, die nahe am Gazastreifen wohnen, die haben nur 15 Sekunden Zeit in den Schutzraum zu kommen. Und dort gibt es auch den Beschuss mit Mörsergranaten. Das ist ein echter Albtraum.
Frage: Wie wurde die kurzzeitige Aussicht auf eine Waffenruhe aufgenommen?
Ihle: Meine persönliche Meinung: Das geht wie immer. In ein paar Monaten haben wir wieder die gleiche Situation. Die Leute wollen, dass mit der Hamas endlich Schluss ist. Das mit den Raketen geht ja nicht erst seit einer Woche, sondern schon seit 13 Jahren. Nur wird eben über ein Dutzend Raketen alle zwei Wochen nicht berichtet.  
Dr. Alexander Will Leiter Newsdesk / Politikredaktion
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