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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Wir wollen Politik zur Euro-Rettung beenden

27.07.2015
Frage: Vor einer Woche haben Sie Ihre Partei „Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa) gegründet. Wie waren die bisherigen Reaktionen?
Lucke: Sehr positiv. Ich werde auf der Straße ständig von Menschen angesprochen, die es gut finden, dass wir die AfD verlassen haben und weitermachen. Gerade angesichts der Griechenland-Krise wollen sie eine eurokritische Partei, die man guten Gewissens wählen kann.
Frage: Meinungsforscher trauen Ihrer Partei wenig zu.
Lucke: Das gleiche wurde uns schon bei der AfD-Gründung gesagt. Warten Sie doch die ersten Wahlen ab. Möglicherweise tritt Alfa schon bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im kommenden Frühjahr an. Wer will denn da noch AfD wählen? Wir sind eine seriöse Alternative zu CDU, SPD und FDP, und gleichzeitig können wir viele Wähler von der radikalisierten AfD zu uns herüberziehen. Damit können wir gut auf sieben bis acht Prozent kommen.
Frage: Für welche Inhalte steht Alfa?
Lucke: Wir wollen die Euro-Rettungspolitik beenden. Griechenland soll aus dem Euro ausscheiden und seine Schulden selbst bezahlen. Die anderen südeuropäischen Staaten übrigens auch. Wir wollen eine mittelstandsfreundliche Wirtschaftspolitik und neue Technologien fördern. Die von den Grünen ausgehende Fortschritts- und Technikfeindlichkeit müssen wir endlich überwinden. Wir wollen die Zuwanderung nach Deutschland nach kanadischem Vorbild besser regeln, und so qualifizierte Menschen anziehen, die sich schnell integrieren und unsere Sozialsysteme stabilisieren. Und schließlich wollen wir eine bessere Familienpolitik: Wir brauchen mehr Kinder in Deutschland.
Frage: Die Kritik an der Euro-Rettungspolitik ist weit verbreitet. Fehlt Ihnen nicht das Alleinstellungsmerkmal?
Lucke: Das sehe ich überhaupt nicht so. Klar kommen wir aus der AfD, aber die AfD hat die meisten ihrer ursprünglichen Ziele aus den Augen verloren. Und die CDU hat in der Euro-Politik völlig versagt. Finanzminister Wolfgang Schäuble murmelt etwas vom Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro und setzt im Bundestag das Gegenteil um. Die Griechenland-Hilfe sollte längst abgeschlossen sein, stattdessen fangen wir wieder von vorn an.
Julian Heißler Korrespondentenbüro Berlin
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