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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Zusammenhalt durch Sprache

21.12.2018

Frage: Was ist das Besondere am diesjährigen Plattart-Festival?

Annie: Unser Motto in diesem Jahr „Wi sünd so free!“ ist ein Herzensmotto, dessen Botschaft sich eigentlich bereits durch all unsere Festivals der letzten Jahre gezogen hat. 2019 und 30 Jahre Mauerfall haben wir nun als Anlass genommen, genau diese Botschaft noch einmal in den Vordergrund zu stellen. Stefan: Das, was die Gesellschaft doch gerade dringend braucht, ist Zusammenhalt. Und Plattart 2019 macht deutlich, dass Sprache in der Lage ist, Grenzen zu überwinden und somit Menschen verbindet.

Frage: Worauf freut Ihr Euch am meisten bei diesem Festival?

Annie: Fast die ganze Plattszene kommt an zehn Tagen zusammen, um sich auszutauschen, zu netzwerken, singen, diskutieren und zu feiern. Ich freue mich wahnsinnig auf all die Kollegen und Plattaktivisten.

Stefan: Mit 40 Veranstaltungen wird Plattart wieder die gesamte Innovation und Ausdruckskraft der plattdeutschen Sprache zeigen. Ich freue mich auf das lebendige Netzwerk und neue spannende Kulturformate.

Frage: Welchen Programmpunkt empfehlt Ihr den jüngsten Plattsnackern, welchen legt Ihr den „Native Speakers“ ans Herz?

Annie: Den jüngsten Plattsnacker*innen würde ich das Finale im Staatstheater ans Herz legen, dort wird unter anderem der ostfriesische Bauchredner Uwe Maas auftreten. Für die Spätkonvertierten, also die Menschen, die ihre Begeisterung für Plattdeutsch erst recht spät entdeckt haben, kann ich nicht nur den VHS-Schnupperkurs empfehlen, sondern auch das Punk- und Metal-Konzert mit „De Schkandolmokers“ und „De Winnewupps“ in Edewecht.

Stefan: Für die „Native Speakers“ ist Werner Momsens Soloshow in der Kulturetage sicherlich Pflichtprogramm. Unsere Minitour „De letzte Smökerin“ mit Petra Bohlen ist bestimmt auch für Plattneulinge ein Genuss. Hier bekommt jeder durch das Thema und die Handlung einen Zugang zur Sprache.

Frage: Plattart ist beliebt. Der Vorverkauf läuft. Für welchen Programm-Höhepunkt muss man sich sputen, um sich Karten zu sichern?

Annie: Richtig schnell muss man für die Eröffnungsgala im Staatstheater sein und den Science Slam im Unikum. Der war beim letzten Mal mehr als gut besucht, also überverkauft.

Stefan: Ja, vor allem die Veranstaltungen im Staatstheater, also Gala und NDR-Plattsoirée, sind zuerst ausverkauft, da sollte man sich sputen.

Frage: Das Plattart-Programm füllt 46 Seiten. Wie viel Stunden Vorbereitung stecken in dem Mammut-Projekt?

Annie: Oh Hilfe, lass uns das nicht hochrechnen. Sagen wir es so, es fällt uns jedes Mal ein riesiger Stein vom Herzen, wenn alle Inhalte auch so stattfinden können, wie wir sie ankündigen. Mammut-Projekt trifft es ganz gut. Es stecken zwei Jahre Denken, Schreiben, Organisieren, Sorgen, Rechnen und Freuen in jedem Festival. Wichtig ist, dass man das Festival finanziell auf Füße stellen kann, die unsere Inhalte auch tragen können.

Stefan: Eigentlich fängt man gar nicht erst an, Stunden zu zählen. So ein Projekt ist nur im Team, vor allem mit unserem Beirat, zu stemmen. Die gute Zusammenarbeit mit Annie als künstlerische Leiterin spiegelt sich dann im Erfolg des Festivals wider. Ohne die enge Kooperation ist so ein großes Festival nicht zu realisieren.

Frage: Was wünscht Ihr Euch für die Zukunft des Festivals?

Annie: Ich wünsche mir, dass dieses Festival sich so in den Köpfen und Herzen der Menschen etabliert, dass wir noch ganz lange dieses wunderbare Spektakel genießen können. Schließlich ist die Besinnung auf unsere Heimatsprache, auch im städtischen Raum, sehr wichtig. Denn Lokalkolorit hält uns zusammen und schafft Identität. Etwas, was in vermeintlich chaotisch Zeiten und einem dynamischen Heimatbegriff nicht nur wichtig, sondern notwendig ist.

Stefan: Natürlich mehr Mut und Bekenntnis zur plattdeutschen Sprache. Aber vor allem, dass die Menschen erkennen, welche Bedeutung Plattdeutsch besonders heute für uns haben kann. Sprache verbindet nicht nur die Menschen, die Regionalsprache ist wichtig für unsere regionale Identität.

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