Jade - Die Vereine unterstützen, aber nicht mit finanziellen Mitteln – darauf hatten sich die Mitglieder des Jader Ausschusses für Bildung, Kultur und Soziales mit der Verwaltung geeinigt. Aber in der Sitzung in der Schweiburger Grundschule wurde doch über den Antrag des Boßelvereins Augusthausen und des Schützenvereins Jaderberg auf Bezuschussung debattiert.
Letzterer bat um die Unterstützung beim geplanten Bauvorhaben für einen neuen Schutzzaun. Dafür seien gut 2000 Euro zu bezahlen.
Nachdem die Bezuschussung der Bereiche Jugendpflege mit 4 300 Euro, Fahrten und Lager mit 2 000 Euro, Mobiles Kino mit 1 000 Euro, Ferienpassaktionen mit 3 200 Euro, Seniorenarbeit mit 500 Euro und Gemeindepartnerschaft mit 300 Euro gemäß der Beschlussempfehlung einstimmig abgenickt waren, sollte den Vereinen eigentlich eine Absage erteilt werden. Doch der Vorschlag von Carola Demuth (SPD), 20 Prozent der Kosten des Schützenvereins durch einen Zuschuss zu übernehmen, führte zu einer Diskussion. Die Förderung wäre den anderen Vereinen gegenüber unfair, sagte Uwe Heumann (CDU). Zwar würde eine hervorragende Jugendarbeit geleistet, aber „dann kommen alle“, sagte der Ausschussvorsitzende. Helmut Höpken (UWG) warf dagegen ein, man dürfe die Vereine „nicht ganz tot machen“.
Das Argument der SPD-Mitglieder, sich auf eine Beteiligung von 400 Euro für den Schützenverein „als Tropfen auf dem heißen Stein“ festzulegen, zog: Die Ausschussmitglieder beschlossen mit vier Ja-Stimmen und drei Enthaltungen, dem Antrag zu entsprechen. Der Boßelverein ging hingegen leer aus.
