JADE - Auch im Jahr 2009 wird der Haushalt der Gemeinde Jade ein Defizit aufweisen. Kämmerer Andreas Pöpken stellte den Entwurf des Zahlenwerks jetzt dem Finanzausschuss unter Vorsitz von Rolf Grimm (CDU/FDP/Grimm-Gruppe) vor.

Der Haushalt hat ein Volumen von rund acht Millionen Euro. Rund 7,2 Millionen Euro, die im Verwaltungshaushalt ausgegeben werden sollen, stehen Einnahmen von nur 5,3 Millionen Euro gegenüber. Aus dem Verwaltungshaushalt bestreitet die Gemeinde laufende Kosten, unter anderem Gehälter, Betriebs- und Wartungskosten. Der Vermögenshaushalt weist das Geld aus, das die Gemeinde investieren will. Er hat ein Volumen von rund 950 000 Euro.

Wie Kämmerer Pöpken erklärte, beträgt der Schuldenstand der Gemeinde Jade knapp 6,5 Millionen Euro. „Es ist erfreulich, dass fast alle vorgeschlagenen Maßnahmen aus dem Haushaltssicherungskonzept übernommen wurden“, versteckte Andreas Pöpken seine Kritik an Ratsentscheidungen. Der Rat war nämlich einigen Einsparungsvorschlägen der Verwaltung nicht gefolgt. Dabei ging es um die Budgets von Kindergärten und Schulen sowie Zuschüsse an die Jade Touristik und die Feuerwehren.

Einstimmig sprachen sich die Ausschussmitglieder jetzt für Einsparungen bei der Sanierung der Spielplätze und beim Umbau der Hausmeisterwohnung der Grundschule Schweiburg in einer Gesamthöhe von 6000 Euro aus. Das Geld soll der Sanierung der kleinen Turnhalle in Jaderberg zu Gute kommen.

Bürgermeister Henning Kaars berichtete von Gesprächen mit Vertretern der Landesnahverkehrsgesellschaft und der Nordwestbahn über die Reaktivierung des Bahn-Haltepunkts Jaderberg. Die Kosten für die Einrichtung des Haltepunkts, an denen sich die Gemeinde beteiligen müsste, werden auf 800 000 Euro geschätzt.