CLEVERNS - 'Insgesamt betreuen wir in Cleverns zehn Kilometer Wirtschaftswege und Straßen. Und die kontrolliere ich fast jede Woche einmal und fahre die Strecke mit dem Fahrrad ab', sagte Helmut Jürgens. Der rüstige Altbauer, der einen Hof in Schenum bewirtschaftete, ist Vorsitzender des Realverbands Cleverns. Als Nachfolgeeinrichtung ehemaliger Wegegenossenschaften ist der Realverband seit zehn Jahren für die Unterhaltung von landwirtschaftlichen Straßen und Wegen aktiv.
Helmut Jürgens ist seit 15 Jahren Vorsitzender des Realverbandes Cleverns und hatte, wie jedes Jahr, die Mitglieder zum 'Arbeitsdienst' aufgerufen. Sie haben den groben Belag vom Ossenpadd, die Querverbindung vom Schenumer Weg zum Grünen Weg, mit einem Feinbelag Fahrrad freundlicher gestaltet. Dazu erhielten sie von der Straßenmeisterei Material vom Abfräsen der Berme der L 813 (Strecke Jever-Cleverns).
Mit dem Realverband werden besonders in den ländlichen Ortschaften Eigenverantwortung und Ehrenamt gestärkt, skizzierte Jürgens diese Einrichtung.
Im 'Hand- und Spanndienst' – so wie es früher in den Dörfern und Bauernschaften üblich war, sorgen sie unentgeltlich dafür, dass ihre Wirtschaftswege und Straßen in der Gemarkung Cleverns unterhalten werden. Die jährliche Umlage an den Verband entrichten die Grundeigentümer oder Pächter von landwirtschaftlichen Flächen, die an den Wegen liegen.
Anton Bolken und Gerold Lüken komplettieren seit vielen Jahren die Helferschar. Die Hofnachfolger stehen als freiwillige Arbeitskräfte schon bereit, überlassen diese Arbeit aber den Älteren. 'Wir machen das noch gern und bei unseren Arbeitseinsätzen gibt es auch viel Zeit zum Klönen', sagte Gerold Lüken.
Realverbände, so Vorsitzender Helmut Jürgens, sind als Träger zur Unterhaltung von Wegen im ländlichen Raum von großer Bedeutung und haben eine lange und teilweise Jahrhunderte alte Tradition. 'Wir arbeiten kooperativ mit Volker Bleck als Ansprechpartner bei der Stadt zusammen', lobte Helmut Jürgens die Zusammenarbeit mit dem jeverschen Rathaus.
