Jever - „Mmmh. . .“ – langsam zergeht sie auf der Zunge, der Geschmack breitet sich im Mund aus und allmählich macht sich Glück breit: Schokolade kann ja so wunderbar sein. Doch was steckt eigentlich darin? Wie viele Tafeln genießt der Mensch im Jahr? Und macht Schokolade tatsächlich glücklich?

Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die Ausstellung „Süß & Bitter“ des Weltladens Jever, die bis 26. Juni in der Stadtkirche Jever zu sehen ist. An verschiedenen „Entdeckerstationen“ lernen Besucher den Weg von der Kakaobohne bis zur fertigen Tafel Schokolade kennen – in verschiedenen Infokästen oder in Einspielfilmen.

Was dabei deutlich gemacht werden soll: Hinter der Produktion steckt oft schwere Kinderarbeit auf Plantagen. „Sie werden mit falschen Versprechungen in andere Länder gelockt, müssen dort arbeiten und die Ausreise wird ihnen verweigert“, erzählt Edzard de Buhr.

Er weiß einiges über die bittere Wahrheit hinter der süßen Nascherei. „Meine Tochter Elke war schon oft von der Universität aus an der Elfenbeinküste und hat die Bedingungen vor Ort mit eigenen Augen gesehen“, erzählt de Buhr. Sie habe sich für die hart arbeitenden Kinder stark gemacht. Wie schwer die Arbeit ist, können Sie können versuchen, einen Sack Kakaobohnen zu stemmen.

Inzwischen haben sich die Verhältnisse in der Kakao-Produktion an der Elfenbeinküste Afrikas gebessert, sagt de Buhr. „Das Land kann langsam alles nachholen, wenn der Westen bereit ist, angemessene Preise zu zahlen.“ Deshalb gibt es inzwischen fair gehandelte Schokolade: Auch sie werden in der Ausstellung vorgestellt – und es darf sogar genascht werden.

Für Gruppen und Schulklassen bietet der Weltladen auch eine Mitmachaktion an. „Sie können dabei Schokolade herstellen“, sagt de Buhr. Das Alter ist dabei egal – „Kakao schmeckt schließlich jedem.“