Jever - Der Treffpunkt am Donnerstag hatte etwas Symbolisches: Der Graf-Anton-Günther-Saal im Rathaus, mitten im Zentrum der Stadt. Hier ist, wo die Senioren Jevers und ihr Beirat gewissermaßen ihren festen Platz haben – nämlich in der Mitte, im Zentrum gelegen, nicht im Abseits. Dafür macht sich der Beirat seit 20 Jahren stark.
1993 wurde der Seniorenbeirat Jevers gegründet. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens gab es jetzt im Rathaus eine große Feierstunde mit Kaffee und Kuchen. Außerdem war eigens eine kleine Ausstellung erarbeitet worden, die auf die vergangenen zehn Jahre zurückblickt.
Auf lange 20 Jahre blickte die aktuelle Beiratsvorsitzende Renate Huckfeld in einer kleinen Ansprache zurück. Ihr Dank galt unter anderem Margot Lorentzen, die auch unter den zahlreichen Gästen war, auf deren Initiative als damalige Ratsfrau der Beirat 1993 erst entstanden war. Erster Vorsitzender wurde damals Johann Lünemann.
Seither fungiert der Beirat als Sprachrohr der Senioren. „Nicht mit jeder Interessenvertretung ist der Umgang einfach“, sagte Bürgermeisterin Angela Dankwardt. Doch mit dem Seniorenbeirat habe man sich als Stadt immer einfach auf eine gemeinsame Linie einigen können.
„Die Wünsche blieben immer im Rahmen“, so Dankwardt weiter. Und: Jever sei auch durch das Wirken des Beirates eine ausgesprochen seniorenfreundliche Stadt. 4466 Bürger im Alter von über 60 Jahren gebe es in Jever – rund ein Drittel. Und immerhin noch 3422 Personen über 65 Jahre. Dankwardt: „Für alle diese ist der Beirat eine wichtige Vertretung.“
Eine Vertretung, deren Geschichte und Aktivitäten ein ganzes Buch füllen könnte, wie Renate Huckfeld den Gäste erklärte. Kontaktpflege mit der Partnerstadt Zerbst, Bingo-Nachmittage, Trödelmärkte und Ausflüge gehören zu den Aktivitäten. Aber auch politisches Engagement, etwa der Protest gegen die Abholzung von Bäumen auf dem Fliegerhorst Upjever 2008. Oder der Einsatz für eine Erhöhung der Mütterrente.
Doch nicht nur die Vergangenheit ist wichtig beim Seniorenbeirat, sondern vor allem die Zukunft. Und so richtete Renate Huckfeld abschließend eine Bitte in Richtung Björn Mühlena von der Stadtverwaltung Jever: „Ein schöner Internetauftritt – das fehlt dem Seniorenbeirat noch.“
