JEVER - Ob die jeversche Eiszeit in diesem Jahr zum zehnten Mal kommt, scheint zumindest fraglich. Gleich mehrfach wurde am Mittwochabend in der Jahreshauptversammlung von 'Jever Aktiv' die Befürchtung laut, dass es die beliebte Eisbahn neben dem Weihnachtsmarkt während der kommenden Adventszeit nicht geben wird.
Bekanntlich wurde die Eishalle 2013 erstmals von der Jever Marketing und Touristik GmbH organisiert. Deren Mitarbeiterin Maike Theesfeld rechnete vor, dass nach der Ausrichtung des Kiewitt- und des Brüllmarktes in diesem Jahr kaum Geld für die Eislaufbahn übrig bleiben wird.
Dass der Kiewitt- und vor allem der Brüllmarkt, die bis 2013 noch von 'Jever Aktiv' veranstaltet wurden, 'enorme Mittel' beanspruchen, bestätigte Georg Janssen (Arbeitskreis 'Märkte'). Der stellvertretende Vorsitzende forderte jedoch, der Brüllmarkt müsse als Jevers Aushängeschild erhalten bleiben.
Nach Angaben von Oliver Jache hingegen muss es nicht zu einem Eiszeit-Aus kommen. Der Gastronom präsentierte seine Idee für eine Kunsteisbahn, die seinen Angaben zufolge mit 16 500 Euro nur einen Bruchteil der bisherigen Miet- und Betriebskosten ausmachen würde. Das beliebte Eisstockschießen und das Schul-Schlittschuhlaufen könnten laut Jache weiterhin stattfinden.
Für Ärger hat bei einigen 'Jever Aktiv'-Mitgliedern die jüngste Kritik am Weihnachtsmarkt gesorgt. An Dirk Eden wurde deshalb die Forderung nach einer einheitlichen Stellungnahme gerichtet. 'Das ist nicht möglich, weil es zu diesem Thema im Verein gar keine einheitliche Meinung gibt', konterte der Vorsitzende und verwies auf die Zuständigkeit der Jever Marketing und Tourismus GmbH.
'Auch die Stadt will das nicht an sich ziehen', unterstrich Mike Müller.
Gleichzeitig bot der allgemeine Stellvertreter des Bürgermeisters im Amt jedoch an, die Verwaltung könne Ideen zum Standort und zur Gestaltung künftiger Weihnachtsmärkte bündeln.
