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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Jever

Helfer und Retter bekommen viel Lob

14.08.2018

Jever Das hat Christoph Gerken, Bereitschaftsleiter des DRK-Jeverland, noch nie erlebt: „Im Lauf des Altstadtfest-Wochenendes kamen immer wieder Leute zu uns ins Graftenhaus und haben sich für unseren Einsatz bedankt.“ Eine Mutter, deren Sohn betrunken von den DRK-Helfern aufgelesen worden war, brachte sogar Muffins für alle vorbei. „Wir haben viel Wertschätzung erfahren – das freut uns sehr“, sagt Gerken.

Für die rund 50 DRK-Helfer sei es ein vergleichsweise ruhiges Fest gewesen: „Es ist deutlich weniger passiert als in den vergangenen Jahren“, zieht Gerken Resümee. Insbesondere das Glasverbot habe Wirkung gezeigt: Schnittverletzungen durch Scherben gab es kaum.

Gerken lobte bei der Altstadtfest-Bilanz der beteiligten Helfer und Retter die Zusammenarbeit: „Die Umstellung unseres Sicherheitskonzepts hat sich eingespielt – es funktioniert toll!“

Das bestätigt auch Bernd-Rainer Otten von der Polizei: Die Vorkommnisse – Schlägereien, Wildpinkler, Sachbeschädigungen – haben sich im Rahmen gehalten. „Die Polizei wurde in ihren gelben Sicherheitswesten als sehr präsent wahrgenommen“, ist er zufrieden. Fünf Dreierteams – eines davon in Zivil „undercover“ – waren ständig auf dem Festgelände unterwegs.

Zusammen mit Ordnungsamt und Jugendamt wurden auch Jugendliche kontrolliert: 350 Minderjährige wurden überprüft, 46 davon waren betrunken – der höchste Alkoholwert war 1,16 Promille, berichtet Otten. 15 Kinder und Jugendliche ließ die Polizei von ihren Eltern abholen. „In Jevers Kanalisation dürfte derzeit eine sehr hohe Alkohol-Konzentration herrschen – wir haben die Jugendlichen konsequent ihre mitgebrachten Getränke ausschütten lassen“, so Otten.

Er würdigte die Einbindung des THW – nicht nur als Aufpasser an den Zufahrten zum Altstadtfest und zur Verkehrsregelung am Taxi-Platz vor der OLB – sondern auch als schnelle Eingreiftruppe für Eigentumssicherung: Bei Oetken an der Neuen Straße ist eine große Schaufensterscheibe zu Bruch gegangen – das Geschäft wurde durch THW-Helfer in kürzester Zeit mit Holzplatten gesichert. An allen drei Festtagen standen jeweils bis zu 15 Helfer bereit.

Tim Wilsenack, dessen Sicherheitsfirma die Bühnen im Auge hatte, spricht ebenfalls von einem eher ruhigen Altstadtfest. „Es hat Spaß gemacht“, sagt er: Die Zusammenarbeit mit Polizei und DRK sei mittlerweile so eingespielt, dass man innerhalb von Sekunden eingreifen könne, wenn es notwendig ist.

Fundsachen

Alles was beim Altstadtfest verloren gegangen ist und an verschiedenen Stellen eingesammelt oder abgegeben wurde, kann ab diesem Dienstag, 14. August, im Fundbüro im Rathaus Jever abgeholt werden. Dort sind unter anderem, Geldbeutel, Handys, Jacken und Geldkarten eingegangen.

Die Mode vom Altstadtfest 2017, dass Festbesucher sich in einer Reihe an der Pferdegraft aufstellen, übers Flatterband springen und die Böschung hinunter in Wasser rutschen, hat sich offensichtlich erledigt. „Aber einige Spaßvögel haben mehrmals von zwei Seiten überfallartig das Flatterband abgerissen – irgendwann hatten wir keines mehr“, berichtet er.

Aus dem Polizeibericht

Aus der Perspektive der Polizei verlief das Altstadtfest im Großen und Ganzen in geordneten Bahnen. Dennoch hatte die Polizei mit mehreren Schlägereien, Diebstählen und Randale zu tun:

In der Nacht zu Freitag wurde am Elisabethufer ein 18-Jähriger von einem Unbekannten ins Gesicht geschlagen; auch ein 16-Jähriger am Elisabethufer und ein 20-Jähriger am Kirchplatz wurden geschlagen.
 Auf dem Alten Markt lieferten sich ein 23- und ein 21-Jähriger eine Schlägerei.
 Bei einer Schlägerei zwischen einem 25-Jährigen und vier weiteren Männern wurde auch eine Polizistin geschlagen: Als sie dazwischenging, schlug der betrunkene 25-Jährige ihr mit der Faust ans Kinn. Der Mann wurde in Gewahrsam genommen.

In der Nacht zu Samstag warf ein 23-Jähriger auf der Wangerstraße eine Bierflasche nach einem anderen 23-Jährigen, der ihn gewürgt haben soll.
 Auf dem Alten Markt wurde ein 18-Jähriger von zwei 27 und 49 Jahre alten Männern verprügelt. Der 18-Jährige wurde später in Gewahrsam genommen, weil er im Streit seine Mutter angegangen hatte.
 Auf dem Von-Thünen-Ufer drängten zwei 21-Jährige einen 19-Jährigen zwischen zwei Verkaufsstände und verprügelten ihn.
 Im Streit mit seiner Partnerin hat ein 24-Jähriger eine Fensterscheibe des Mariengymnasiums eingeschlagen.
 In Gewahrsam genommen hat die Polizei einen 44-Jährigen, der eine weinende Frau gefilmt hatte. Dem zuvor ausgesprochenen Platzverweis wollte er nicht folgen.
 Aus einem verschlossenen Auto am Kirchplatz wurden gegen 4.30 Uhr drei Kassetten mit Wechselgeld im vierstelligen Bereich gestohlen.
 Bereits gegen 3 Uhr wurde eine Geldkassette aus einem Auto an der Theodor-Fetköter-Straße gestohlen: Der Eigentümer hatte die Kassette ins Auto gelegt und einen Sicherheitsdienst-Mitarbeiter auf einen Verdächtigen hingewiesen. In dieser Zeit griff der Dieb zu. Er soll etwa 1,80 Meter groß, seine Haare sollen an einer Seite rasiert sein, er trug einen dunklen Kapuzenpullover.

Zeugen-Hinweise zu allen Vorkommnissen nimmt die Polizei im Kommissariat Jever unter Tel. 04461/ 92 110 an.

Melanie Hanz
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965311

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