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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Jever

Angelverein Jever: Fischwilderer stehen im Fokus

19.02.2020

Jever Wie kaum bei anderen Vereinen erlebbar, gab es beim Angelverein Jever kein Problem, die Vorstandsposten zu besetzen. Der seit drei Jahren amtierende Vorsitzende Manfred Lehmann wurde bei der Jahreshauptversammlung für weitere drei Jahre gewählt. 1207 Mitglieder zu führen und zusammenzuhalten ist eine beachtliche Leistung als Ehrenamtler.

„Der Verein ist finanziell gesund und steht auf festen Füßen“, so die Positivmeldung des Fachwarts Verwaltung und Finanzen, Daniel Kreye. Erfreulich der positive Trend bei der Mitgliederzahl von 1207, davon 76 Neuzugänge. Dies sei auch ein Verdienst des „Angellehrgangs“ der Ausbilder Gerd Holger Mell und Jens Baumann.

Einen Schwerpunkt legt der Verein auf die Fischereiaufsicht. 15 Ehrenamtler sorgen für die Einhaltung der Regeln und haben im vergangenen Jahr 58 Fischwilderer erwischt. Fischwilderei, so Vorsitzender Manfred Lehmann, steht oft in Verbindung mit Tierquälerei – zum Beispiel Angeln mit lebenden Köderfischen; fünfmal kam das vor. Auch Straftaten wie Hältern – das Aufbewahren lebender Fische in Eimern oder ähnlichen Behältern – wurden angezeigt.

Nutrias treten inzwischen an allen Gewässern des Angelvereins vermehrt auf und die Angler gehören zu denen, die die Nager beim Angeln an den Ufern sichten. Nutrias sind im Verruf, Deiche und Böschungen zu zerstören, weil sie dort ihre Bauten graben. Damit stellte Lehmann den Naturschutzaspekt des Angelvereins heraus: Alle Angler sind aufgefordert, den Deichband und und die Sielacht über Sichtungen umgehend zu benachrichtigen.

„Zum Angeln gehören Naturbewusstsein gepaart mit Umweltpflege“, betonte Lehmann. Darum beteiligt sich der Verein an der „Aktion saubere Landschaft“. Das Ergebnis 2019 ist niederschmetternd: Ein Lkw voll Unrat wurde um und aus den Gewässern gesammelt. Erst vor kurzem haben Unbekannte in Bösselhausen vier Altreifen entsorgt.

Aufschlussreich waren einmal mehr die Erläuterungen von Gewässerwart Frank Coordes, der bei den Wahlen bestätigt wurde. Er wertete die Wasserqualität als erfreulich. Die Burgunderblutalge, die nur aus den Bergseen im Süden bekannt ist, verursachte im Moorwarfer See kein Fischsterben.

Jahr für Jahr setzt der Angelverein Jever Aal im Wangermeer aus. BILD: Melanie Hanz

Allbesatz entwickelt sich positiv

Der Angelverein Jever ist Eigentümer des Moorwarfer Sees und des Bösselhauser Sees und Pächter des Sees an der Sillensteder Straße. Zudem hat er die Tiefs im Wangerland (rund 140 Hektar Wasserfläche), das Wangermeer und die Harle als Angelgewässer gepachtet.

Gewässerwart Frank Coordes berichtete von hervorragenden Fängen aus den Fischgewässern: 248 Mitglieder fingen 4493,83 Kilogramm Fisch. Positiv ist die Entwicklung des Aalbesatzes in den Teichen und Tiefs – 482 Kilo wurden gefangen.

Um den Fischbestand zu erhalten und zu fördern, setzte der Verein 2019 für 20 602 Euro Fische aus – 32 000 Aale, 1550 Forellen, 750 Schleie, 800 Zander, 720 Barsche und 2037 Gründlinge.

Der Aal stammt aus Farmen. Denn der natürliche Lebenszyklus des Aals wird unterbrochen: Bei der Rückwanderung aus dem Laichgebiet Saragossameer wird der Nachwuchs – die Glasaale – abgefischt. Das Geschäft ist einträglich: bis zu 1000 Euro pro Kilo sind in Fernost zu erzielen, wo der Glasaal als Potenzmittel beliebt ist.

2020 sind für den Besatz mit Farmaal 12 000 Euro eingeplant. Der Zander führt mit 1178 Kilo die Liste der meistgefangenen Fischsorten an, gefolgt von 816 Kilo Hecht.

„Unser Fischreichtum basiert auf Gewässerpflege und ausgewogene Besatzmaßnahmen“, so Coordes. Im Hookstief fischte Jörg Rohlfsen einen 80 Zentimeter langen Aal mit 954 Gramm Gewicht und stellte damit den Vereinsrekord beim Aalangeln. Angelkönig der Jugend wurde Jan Ole Heidemann.

www.angelverein-jever.de

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