Jever - Schreck in den Abendstunden am Montag im Friesischen Brauhaus zu Jever: Gegen 21.45 Uhr ging bei der Polizei in Jever ein anonymer Anruf ein, bei dem über eine automatisierte Bandansage der Brauerei am Elisabethufer gedroht wurde. „Gegenüber der Brauerei wurde eine konkrete Bedrohungssituation ausgesprochen“, berichtet Janina Schäfer, Pressesprecherin der Polizei, auf Nachfrage. Womit genau gedroht wurde, konnte die Sprecherin aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.
Die Polizei sei nach dem Anruf sofort tätig geworden und habe das gesamte Betriebsgelände vorsorglich geräumt. Der Bereich wurde zudem abgesperrt. Da in der Brauerei auch in den Abend- und Nachtstunden Getränke abgefüllt werden, lief auch zum Zeitpunkt des Drohanrufs die Abfüllanlage auf Hochtouren. Der Betrieb der Anlage musste gestoppt werden, bestätigte Ira Beckmann, Pressesprecherin des Friesischen Brauhauses zu Jever, auf Nachfrage. Alle Mitarbeiter, zum Zeitpunkt der Drohung waren noch 15 Beschäftigte in der Brauerei, mussten sowohl das Gebäude als auch das Firmengelände verlassen.
Anschließend suchten die Polizeibeamten und Behördenvertreter das gesamte Gelände weitläufig ab – ohne Ergebnis. Die komplette Absperrung der Brauerei konnte dann gegen 23 Uhr aufgehoben werden. Die Mitarbeiter durften wieder aufs Gelände und in die Produktionsstätte zurückkehren, um den Betrieb wieder aufzunehmen.
Die Polizei ermittelt und hat ein Strafverfahren gegen den unbekannten Absender des Anrufs eingeleitet. Ob es sich um eine männliche oder weibliche Stimme gehandelt hat, teilte die Polizei ebenfalls nicht mit.
Ermittelt wird nun wegen „Störung des öffentlichen Friedens durch die Androhung von Straftaten.“
Bei dem abendlichen Einsatz in Jevers Innenstadt waren Polizeibeamte aus Jever, Wilhelmshaven und Varel sowie ein Diensthundeführer im Einsatz.
