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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Jever

Brief und Siegel für faires Jever

05.11.2018

Jever Mit Fug und Recht wird Jever in einem Atemzug mit Amsterdam, London, Paris, Rom, Madrid, München und Kopenhagen genannt: Die Marienstadt reiht sich mit dem Siegel als 567. Fairtrade-Town ein. Urkunde und Siegel, zunächst für die nächsten zwei Jahre, überreichte am Wochenende der Ehrenbotschafter des Vereins Transfair, Manfred Holz, an Bürgermeister Jan Edo Albers.

Gefeiert wurde die Auszeichnung mit einem fairen Brunch, es ist inzwischen der 18. im Anton-Günther-Saal des Rathauses. Pfarrer Walter Albers von der katholischen und Pfarrer Rüdiger Möllenberg von der ev.-luth. Kirchengemeinde sowie Gustav Zielke, Leiter der Steuerungsgruppe, hatten sich seit zwei Jahren intensiv für den Erwerb des Siegels eingesetzt. Mit dabei waren aber auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger Jevers samt Sponsoren für den Brunch – Diakonisches Werk, Eine-Welt-Kreis, ev. Frauentreff und die katholische Öko-Theo-Gruppe.

Schwerer als gedacht

Der Weg bis zur Auszeichnung sei schwerer gewesen als angenommen, sagte Bürgermeister Jan Edo Albers rückblickend. Nach Grundsatzbeschluss und Antrag im Rat hätten Geschäfte, gastronomische Betriebe, Schulen und Kindergärten dafür gewonnen werden müssen. Als fairen Handel bezeichnete er auch ein faires Miteinander in der hiesigen Landwirtschaft und den Produzenten. Vor diesem Hintergrund sah er die Flüchtlingskrise, hervorgerufen aufgrund schlechter Lebensgrundlagen.

„In Wirklichkeit leben wir auf Kosten anderer. Wir wollen deshalb einen Beitrag für faire Bedingungen und guten Chancen im direkten Umfeld leisten“, sagte Jan Edo Albers. Für Steigerung und rasche Verbreitung des vor langer Zeit in Gang gesetzten fairen Miteinanders appellierten auch Rüdiger Möllenberg und Walter Albers.

„My Fair Ladies und Gentlemen“, begann der Ehrenbotschafter Manfred Holz aus Neuss am Rhein seine humorvolle Laudatio. Die Auszeichnung „Fairtrade-Town“ stelle weltweit gleich hohe Anforderungen. Fairer Handel lebe vom Handeln, von der Verpflichtung einen konkreten Beitrag gegen die Armut zu leisten. „Wenn auf der Welt so viel geteilt würde wie bei Facebook, gäbe es keine Armut!“

Geringer Marktanteil

In weiten Teilen Deutschlands werde das Fairtrade-Siegel als vertrauenswürdig angesehen. Leider stehe dem ein geringer Marktanteil gegenüber. Dennoch werde ein Gesamtumsatz von mindestens 1,5 Mrd. Euro angepeilt. Inzwischen böten so gut wie alle Läden in Deutschland Fairtrade-Produkte an. Für den persönlichen täglichen Einkauf empfahl er die mit Fairtrade ausgezeichneten Landwirte, Fischer, Fleischer und Bäcker. „Mit dem Kauf von Fairtrade-Produkten geben Sie keine Almosen, sondern leisten einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen und bekämpfen somit aktiv eine der Fluchtursachen.“

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