Jever - Es war ein „schreckliches Bild“, das sich den Einsatzkräften am Donnerstag kurz nach 16 Uhr auf der B 210 bot, berichtet die Feuerwehr Jever am Tag nach dem tödlichen Unfall. Neben Jever waren die Wehren Sillenstede und Schortens sowie etliche andere Kräfte wie Rettungsdienst mit Hubschrauber und Technisches Hilfswerk Jever vor Ort; auch die Notfallseelsorge war im Einsatz.
Das berichtet die Feuerwehr
Schon die Anfahrt der Einsatzkräfte gestaltete sich als teilweise schwierig, berichtet die Feuerwehr. Im Stau stehende Fahrzeuge wendeten auf der Fahrbahn und blockierten somit die lebenswichtige Rettungsgasse. Einer habe sogar den Anhänger eines Autos abgekoppelt und per Hand auf der B 210 gewendet.
„Aktionen dieser Art sind nicht nur nicht zulässig, sie gefährden sogar die anrückenden Einsatzkräfte und die im Stau stehenden Personen“, so die Kritik der Feuerwehr. Unter Umständen führen solche Manöver dazu, dass die Einsatzkräfte erst später zum Unfallort gelangen und so wertvolle Zeit vergeudet wird.
„Aufgrund der zunächst unübersichtlichen Lage wurde die Einsatzstelle in zwei Einsatzabschnitte unterteilt“, berichtet die Feuerwehr Jever. So hätten sich die Kameraden aus Schortens und Sillenstede um die technische Rettung des Beifahrers und die Bergung des Fahrers des Müllwagens gekümmert.
Die Feuerwehr Jever kümmerte sich parallel um die Bergung der Insassen des Silofahrzeugs. Dies sei jedoch äußerst schwierig gewesen, da die Fahrzeuge durch den frontalen Zusammenstoß massiv verformt waren. Der Fahrer des Autos konnte bereits vor Eintreffen der Feuerwehr aus seinem Fahrzeug befreit werden.
Das berichtetDas Technische Hilfswerk
Der THW-Ortsverband Jever war um 17.30 Uhr gerufen worden. Hauptaufgabe war es, die Unfallstelle auszuleuchten. Insgesamt 15 Einsatzkräfte der Bergungsgruppe sowie der Fachgruppe Elektroversorgung rückten mit drei Fahrzeugen inklusive Lichtmastanhänger aus. Weil die Unfallstelle so groß und komplex war, kamen die „Powermoons“ zum Einsatz – sie geben schattenfreies Licht. Einsatzende war dann erst am Freitagmorgen um 6 Uhr.
Einsatzleiter Michael Falkenhof bedankte sich bei allen Hilfsorganisationen, der Polizei und dem Berge-Team für die gute Zusammenarbeit – die habe sich auch in dieser durchaus herausfordernden Lage bewährt.
