JEVER - Eine Gruppe von Studenten aus Belgien hat sich am Dienstag in Jever über die Flüchtlingsarbeit der Stadt informiert. Sie verbringen diese Märzwoche in Emden und Umgebung, um mehr über das Thema zu erfahren. Der Besuch in Deutschland entstand aus der Zusammenarbeit zwischen der Universität Leuven-Limburg und der Hochschule Emden/Leer.
Einmal in Jahr besucht eine belgische Studentengruppe die deutsche Hochschule. Dieses Jahr ging es auch nach Jever. Im Graf-Anton-Günther-Saal erhielt die Gruppe einige Informationen zum Umgang mit Flüchtlingen. So berichtete Lenette Andoyo-Neumann aus dem Bereich 'Soziales' der Stadt Jever über ihre Tätigkeit als Sozialarbeiterin. Darunter die Vorbereitungsarbeiten und Hilfestellungen nach der Ankunft der Flüchtlinge wie Begleitung bei Behördengängen oder die Gewöhnung an deutsche Kultur und Mentalität. Auch die Problematik der Betreuung von unbegleiteten Minderjährigen war ein Thema. Ihre neuen Kenntnisse konnten die Studenten bei einer anschließenden Diskussionsrunde mit Integrationslotsin Angelika Haag-Clodius verarbeiten.
Nach dem Besuch in Jever werden den Studenten in Großefehn weitere Eindrücke der Flüchtlingsarbeit außerhalb von Ballungszentren vermittelt, erläutert Jimena Mejia Gil von der Hochschule Emden/Leer. Sie unterstützt und begleitet die Studenten gemeinsam mit ihren belgischen Kollegen Sylvia van Walleghem und Ben Nicolai. Daraufhin werden die belgischen und deutschen Studenten zusammen Unterschiede und Gemeinsamkeiten festhalten und Ideen zur Verbesserung der europäischen Zusammenarbeit diskutieren.
