JEVER/BERLIN - Ein Projekt aus Jever macht bundesweit Schule: Birgit Hippen und Birka Kaul aus Jever haben jetzt auf der Netzwerk-Konferenz der Familienbündnisse in Berlin den „Gehbus“ vorgestellt. Die beiden Jeveranerinnen schicken ihre Kinder jeden Tag mit dem Gehbus vom Wohngebiet Klein Grashaus zur Grundschule am Harlinger Weg. Regelmäßig begleiten sie den Bus auch selbst als Verkehrslotsen – und sorgen so für einen sicheren Schulweg.

Seit drei Jahren gibt es das Projekt. „Die Unterstützung der Eltern ist hervorragend“, betonte Birgit Hippen, die am Donnerstag im Rathaus Jever den hiesigen Bündnispartnern über die Berlinreise berichtete. Hervorragend sei aber auch die Zusammenarbeit mit der Polizei.

In Berlin sei der jeversche „Gehbus“ auf großes Interesse bei Vertretern anderer Kommunen gestoßen – nicht zuletzt, weil er von einer Elterninitiative getragen wird und die Stadt kaum Geld kostet.

Der Gehbus hat eine feste Route mit festen „Fahrzeiten“. Die Kinder laufen in einer Gruppe zur Schule und werden dabei von Eltern begleitet, die zum Beispiel bei der Überquerung von Straßen für Sicherheit sorgen. Der Elterndienst geht reihum. Dadurch sparen die Eltern Zeit und Fahrtkosten und wissen ihre Kinder dennoch in guten Händen. Geschult werden die Begleiter von der Polizei. Verkehrsexperte Wiard Wümkes von der Polizei Jever sei „mit Herzblut“ bei der Sache und helfe bei jeder Gelegenheit, so Birgit Hippen.