JEVER - JEVER - Wie wählen eigentlich junge Leute? Schüler aus dem Politik-Leistungskurs des Mariengymnasiums in Jever wollen das genau wissen und haben deshalb ihre eigene Wahl organisiert. Und so bildeten sich gestern während der Pausen lange Schlangen vor dem SV-Raum der Schule, die Wahlhelfer hatten alle Hände voll zu tun.

„Das hätte ich nicht erwartet“, sagt Julia Peichl aus dem Politik-LK um Kursleiter Hans-Ulrich Teichmann: „Die Resonanz ist toll.“ Die Idee kam den Schülern bei der Beschäftigung mit der Bundestagswahl. „Das ist die Chance, herauszufinden, was die politischen Trends an unserer Schule sind und wie hoch die Wahlbeteiligung liegt“, findet Hauke Rohlfs (18). Wahlberechtigt sind die Schüler der Stufen 11 bis 13, rund 300 Wähler insgesamt.

„Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis“, sagt Stefanie Kaminski. Weil sie noch nicht 18 ist, darf sie am 18. September auch noch nicht wählen. „Aber das ist ein guter Test für später“, findet sie, als sie aus der Kabine hervortritt und ihren Stimmzettel – der gleiche, mit dem auch am 18. September gewählt wird – in die Urne wirft.

„Häufig haben junge Leute die Einstellung, ,das ändert ja doch nichts’“, weiß Kursleiter Teichmann. Die Aktion soll die Schüler dazu motivieren, sich mit der Wahl und Politik auseinander zu setzen. Auch heute können die Schüler noch wählen. Ausgezählt wird dann am Montag.