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Saison-Rückblick Corona und die Folgen für den Jever-Tourismus

Jever - Die Corona-Pandemie hat ihre Spuren im Tourismusgeschäft der Stadt Jever hinterlassen. Das war nicht anders zu erwarten gewesen, und der Jahresbericht der Stadtverwaltung spiegelt es auch wider. Deutlich wird aber: Sobald die Beschränkungen gelockert wurden, bewegte sich auch etwas.

Laut der Auswertung des Landesamtes für Statistik für den Zeitraum Januar bis August 2021 lässt sich in der Stadt ein Rückgang der Übernachtungen in gewerblichen Betrieben ab zehn Betten im Vergleich zum Vorjahr feststellen. Dieses Ergebnis lasse sich größtenteils auf die Corona-bedingten Einschränkungen in diesem Jahr zurückführen, da touristische Übernachtungen in den ersten Jahresmonaten nicht erlaubt gewesen seien. Die Statistik weist für 2019 insgesamt noch 136 406 Übernachtungen, für das erste Pandemiejahr 2020 nur 77 701 und für 2021 (Stand August) 64 026 Übernachtungen aus.

Erst seit Mai sind touristische Übernachtungen in Hotels, Ferienwohnungen und Ferienhäusern sowie auf Campingplätzen wieder möglich. In der Jugendherberge in Jever ist bereits ein deutlicher Zuwachs der Übernachtungen zum Vorjahr zu verzeichnen (plus 42 Prozent, Stand November). Auch bei den privaten Ferienunterkünften ist ein Zuwachs der Übernachtungszahlen im Vergleich zu 2020 erkennbar. Hier wird ein Plus von circa 24 Prozent zum Jahresende erwartet.

Positiv lasse sich feststellen, dass sich, neben einem sehr hohen Gäste- und Besucheraufkommen im Sommer, eine deutliche Saisonverlängerung in Jever bemerkbar gemacht habe, die sich bis Anfang November gezogen habe. Die Zahl der Gästeankünfte ist im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Drittel gesunken, was sich ebenfalls auf das Verbot von touristischen Reisen (auch Tagesausflüge) von Januar bis Mai zurückführen lässt.

Die Gäste bleiben länger: Im Schnitt 4,4 Tage

Dahingegen ist die Aufenthaltsdauer von durchschnittlich 3,12 Tage auf 4,4 Tage gestiegen.

Das Angebot der Stadtführungen wurde ausgebaut. „Neue Kostümführungen wurden durch ein hohes Engagement der Gästeführerinnen und Gästeführer sowie der Mitarbeiter der Tourist-Information ins Leben gerufen“, heißt es im Jahresbericht. Das neue Angebot „Willkommen zur Kaiserkrönung“ (seit September 2020) hat auch im vergangenen Jahr für große Begeisterung und Interesse gesorgt. Die Nachfrage (von Einzelpersonen und Paaren) an den Stadtführungen und Nachtwächterrundgängen war im vergangenen Jahr ebenfalls sehr groß. Neben zahlreichen Urlaubsgästen haben laut Jahresbericht der Stadt auch viele Einwohner das Angebot genutzt. Insgesamt konnten die Zahlen von 2019 jedoch bei Weitem nicht erreicht werden. Die Höchstzahl der Teilnehmer je Führung war aufgrund der Pandemie begrenzt.

Neuer Nachtwächter gesucht

Die Anzahl der Stadtführerinnen und Stadtführer ist unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Von den vier Nachtwächtern hat ein Nachtwächter im Sommer 2021 sein Engagement beendet. Für die Saison 2022 werden daher ein bis zwei neue Nachtwächter gesucht.

In der Tourist-Information im Graftenhaus hat sich im vergangenen Jahr einiges bewegt. So wurde der Innenbereich (Flur und Info-Tresen) komplett neu gestaltet „und ein ansprechendes Ambiente mit einer einheitlichen Wandgestaltung und eine bessere Präsentation der Informationsmaterialien, Postkarten und Verkaufsgegenständen geschaffen“, berichtete die Stadt Jever.

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