JEVER/CUXHAVEN - Im Mittelpunkt der Fernmeldeübung 'Seefalke', die vor Kurzem in Stadt und Landkreis Cuxhaven stattfand, stand der praktische Betrieb im neuen Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Gunda Burmann und Uwe de Neidels mit dem Einsatzleitwagen der Kreisfeuerbereitschaft Friesland sowie THW-Ortsbeauftragter Marco Hinrichs und Bereichsausbilder Funk Erhard Bruns mit den Sprechfunkern Daniel Möhl und Malte Brandenburg mit dem Zugtruppfahrzeug des THW Jever nahmen jetzt zum zweiten Male an der jährlich von der Stadt Cuxhaven veranstalteten Fernmeldeübung teil. Insgesamt waren mehr als 200 Mitwirkende nach Cuxhaven gekommen.

Mit den Grundlagen des Digitalfunks und einer Geräteeinweisung beschäftigte man sich vor dem Beginn der praktischen Übung. Den Helfern wurden die digitalen Handfunksprechgeräte vorgestellt. Technik und Handhabung sind mit dem Mobilfunk, also mit dem Handy vergleichbar, was die Bedienung vereinfacht. Für die Übung kamen ausschließlich Handfunkgeräte, welche im Direktmodus, also in einer direkten Verbindung von Gerät zu Gerät oder über das in Cuxhaven und Umgebung bereits vorhandene Netz, betrieben werden konnten, zum Einsatz.

Der Netzbetrieb und seine umfangreichen Möglichkeiten in Form von Rufgruppen (früher Kanäle) standen im Vordergrund der ganztägigen praktischen Übung.

Für die Erfassung, Verarbeitung und Weiterleitung der Informationen kommt in den Einsatzleitungen und Stäben vermehrt eine unterstützende Software zum Einsatz. Im Landkreis Friesland wird diese Software bereits im Einsatzstab verwendet und Mitarbeiter sowie Fachberater daran aus- und fortgebildet.

'Bei aller Technik ist aber die Rückfallebene zu bedenken', warnte THW-Bereichsausbilder Erhard Bruns. Im Digitalfunk bestehe Netzabhängig wie beim Mobiltelefon. Überlastungen durch erhöhten Bedarf oder Störungen bedingt durch Energieausfall oder höhere Gewalt müssten einkalkuliert werden. Davon wäre auch der gesamte Funkverkehr des Katastrophenschutzes betroffen.