JEVER - So unbeständig das Wetter in Deutschland momentan auch sein mag, den Skatern in Jever hat es am Sonnabend einen herrlich sonnigen Veranstaltungstag beschert. 25 Teilnehmer hatten sich beim 'Skate Jam' der Gruppe Skate-O-Fari angemeldet und sich der Herausforderung gestellt, zehn Aufgaben zu meistern. Das Alter spielte bei der Veranstaltung keine Rolle und so kam es auch, dass fünf Teilnehmer das Finale erreichten, die bei einem klassischen Wettbewerb in separaten Altersgruppen teilgenommen hätten.

'Teilweise mussten die Zuschauer Jahr für Jahr die gleichen Trickabfolgen sehen, weil diese zum Sieg geführt haben. Wir wollten das Muster durchbrechen und die Kreativität bei den Skatern herauskitzeln', erklärte Lukas Dings, der den 'Skate Jam' mit organisiert hat. Um den Spaß stärker in den Vordergrund zu stellen, gab es auch Kategorien wie 'bester Barfuß-Trick' und sogar ein Bananen-Wettessen. 'Die Jungs sind wirklich verrückt. Wenn ich sehe, dass hier teilweise in Badelatschen gefahren wird, will ich lieber gar nicht hingucken. Aber die Stimmung ist super und alle gönnen sich ihre Erfolge untereinander und feiern sich gegenseitig. Das ist wirklich toll', erklärte Detlef Berger, Leiter des Jugendzentrums Jever. Zum achten Mal unterstützt das Jugendzentrum bereits den 'Skate Jam', der auch dieses Mal sehr gut besucht war. Einige Teilnehmer kamen aus Leer, Oldenburg und sogar aus Münster. Nebenbei sammelten einige Jugendliche Unterschriften für ihr Anliegen, den Skateplatz in Schortens auf einen ähnlichen Stand wie in Jever zu bringen. Eine Auffrischung der Rampen und eine Möglichkeit zum gemütlichen Beisammensitzen wünsche man sich, erzählte Alina Eden aus Schortens.

Die fünf Teilnehmer, die alle zehn Aufgaben erfolgreich gemeistert hatten, mussten im Finale ihre besten Tricks präsentieren – und zwar alle zur selben Zeit. Da fragte man sich als Laie, wie die Jury da den Überblick behalten konnte. 'Die Skater wissen genau, was sie können und sehen auch selbst, wie gut der Trick von jemand anderem war. Außerdem merkt man das auch an der Reaktion der anderen Skater, die zuschauen', erklärte Lukas Dings. Offiziell zum Sieger gekürt wurde Simon Scholz aus Varel. Das wurde anschließend auf der Aftershowparty gebührend gefeiert. Ganz traditionell wurde dabei auch das Autowrack demoliert, über das die Skater tagsüber noch gesprungen sind. Joshua Dings ist überzeugt von dem diesjährigen Konzept. 'Ich würde es nicht mehr anders machen wollen.'