Jever - Der Bahnhofsvorplatz ist immer noch eine große Baustelle und Sandkiste – jedoch kommen die Arbeiten, mit denen der Landkreis Friesland den Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) derzeit barrierefrei gestaltet, sichtbar voran. Inzwischen ist auch die Vorfluterkammer, ein Becken mit rund 1100 Kubikmeter Fassungsvermögen, unter dem Gelände des künftigen ZOB verschwunden. Mit diesem Reservoir will die Stadt Jever die Kanalisation bei Starkregenereignissen entlasten und überflutete Straßen vermeiden. Bis gestern wurde in der Schlosserstraße die Kanalisation an diesen unterirdischen Vorfluter angeschlossen, wie Hans Wilhelm Schaus vom Bauamt berichtet.
Für die Fahrgäste der Nordwestbahn, die per Zug am Bahnhof eintreffen oder von dort abreisen wollen, hat sich inzwischen eine gewisse Routine eingestellt. Die Autostellplätze des erweiterten P&R-Parkplatzes in der Sophienstraße, kurz vor dem Bahnübergang, von denen ein Fußweg hinter der Baustelle bis zur Tierarztpraxis und zum Bahnsteig führt, ist mittlerweile vielen Reisenden bekannt. Wer den Schalterbereich im Bahnhof verlässt, hat nur einige Schritte bis zum Taxistand links in der Florianstraße.
Fälle von Orientierungslosigkeit bei Fahrgästen im Schalterbereich erlebt Gerhard Janßen, Servicemitarbeiter von Bruns Omnibusverkehr, nach eigenem Bekunden nicht mehr. „Das hat sich alles eingespielt, wir erleben auch kaum noch Beschwerden“, erklärt Janßen. Es frage höchstens mal noch jemand nach, wann und wo der Bus abfahre. „Dann erklären wir, wie er über die Schlosserstraße bis zum Ersatz-ZOB am Dannhalmsweg kommt.“ Dafür liegen im Bahnhof Zettel mit einem Stadtplan bereit, in denen die kürzeste Strecke markiert ist. Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
