JEVER - Als hätte der kürzliche Umbau einen zusätzlichen Motivationsschub bewirkt, setzt der Arbeitskreis im jeverschen Gröschler-Haus seinen Vorsatz, an jüdische Regionalgeschichte zu erinnern, mit einer besonderen Veranstaltung um: In einer musikalischen Lesung befasst sich der aus Jever stammende Schriftsteller und Liedermacher Eckard Harjes (Leer) mit dem letzten Juden der Marienstadt, Fritz Levy (1901–1982). 'Das Haus in der Schlosserstraße' lautet der Titel der Erzählung, die im Herbst als Buch erscheint. Als Jugendlicher ist Harjes in den 1970er-Jahren dem von den Nationalsozialisten verfolgten und nach dem Krieg 'im Triumph' aus dem Exil zurückgekehrten Levy freundschaftlich verbunden gewesen.

Mit der Lesung am Sonntag, 6. Mai, um 16 Uhr im Gröschler-Haus, macht sich Harjes auf die Suche danach, wer Fritz Levy wirklich war und was ihn bewegte. Levy war eine der schillernsten Persönlichkeiten der Stadtgeschichte.

Christoph Hinz
Christoph Hinz Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt