Jever - Im zweiten Anlauf wurden an diesem Samstag Lehrer und sonstige Mitarbeiter der Grund- und Förderschulen im Landkreis Friesland gegen Covid19 geimpft. Tätig wurden dabei die mobilen Teams der Johanniter Unfallhilfe (JUH).

Wie Christian Neumann, Stabsleiter Zivilschutz beim Landkreis Friesland, erläuterte, habe man dafür zentral die Sporthalle der Elisa-Kauffeld-Oberschule in Jever (270 Personen) und die Heinz-Neukäter-Schule in Varel (310) zu Anlaufstellen gemacht. 580 Personen wurden in Gruppen zu je 25 pro halbe Stunde mit BioNTech-Impfstoff gespritzt.

Dies sei der zweite Termin für diesen Personenkreis, nachdem am 8. und 10. April rund 90 Personen mit AstraZeneca geimpft wurden. Wegen der Empfehlungen zu diesem Impfstoff waren aber nur Probanden über 60 Jahre geimpft worden. Jonathan Fischer von der JUH stellte in Jever seine Kollegen vom Ortsverband Jeverland vor. Diese wurden von Kräften aus Wittmund unterstützt.

Während die Teams mit ihren Erfahrungen als medizinisch ausgebildete Rettungssanitäter oder Krankenschwestern die Impfdosen auf die Einmalspritzen zogen, verabreichten acht Impfärzte die Impfungen. Jeweils sechs Spritzen werden aus einer Ampulle aufgezogen. Christian Neumann betonte dazu: „Es wird nichts weggeworfen!“ Wenn sich abends abzeichnet, dass noch einige Dosen nicht verspritzt wurden, werden Kontingente von der Warteliste aus der nächsten Priorität herbeigeholt.

Die Aktionen erfordern viel Vorarbeit seitens des Landkreises, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Die mobilen Impf-Teams der JUH bringen im Übrigen schon viel Erfahrung mit, denn sie sind bereits seit dem 4. Januar unterwegs, als sie in Pflege- und Eingliederungseinrichtungen im Landkreis ihren Dienst aufnahmen. Den stationären Dienst im Impfzentrum in Roffhausen nehmen bekanntlich ihre Kollegen vom DRK wahr, das ebenfalls an diesem Wochenende wieder mit rund 650 Impflingen zu tun hatte.