JEVER - JEVER - Bundesfamilienministerin Renate Schmidt hat Ende August den offiziellen Startschuss für das „Bündnis für Familie“ in Friesland gegeben (die NWZ berichtete). Nun gilt es, das Bündnis in den einzelnen Kommunen mit Leben zu erfüllen.
„Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Jevers Gleichstellungsbeauftragte Yvonne Loers, als sie jetzt dem Sozial- und Jugendausschuss einen Sachstandsbericht zum Bündnis für Familie in Jever vorlegte.
Für einen Arbeitskreis habe sie 25 Personen aus den unterschiedlichsten Bereichen gewinnen können. Fünf Arbeitsgruppen würden sich jetzt mit den Themen „Öffentlichkeitsarbeit“, „Kinderbetreuung“, „Eltern und pflegende Angehörige“, „Familienfreundliche Unternehmen“ und „Freizeit, Familie, Tourismus“ kümmern.
Erstes Etappenziel sei die Auftaktveranstaltung zum lokalen Bündnis am Mittwoch, 5. Oktober, im Bürgerhaus Schortens. Dort sollen gemeinsam mit Projektgruppen aus anderen Kommunen Ideen vorgestellt und Vorhaben vernetzt werden.
Der Ausschuss hat die Verwaltung damit beauftragt, zusammen mit dem Diakonischen Werk und dem Familienbündnis ein Kinderbetreuungskonzept für die jeverschen Kindergärten, für Krippenangebote und Tagesmütterdienste zu erarbeiten. Um den Bedarf besser ermitteln zu können, sollte auch eine Elternbefragung durchgeführt werden. Die Stadt reagiert damit auch auf die Kritik vieler Eltern, die im Frühjahr an der Vergabepraxis für städtische und kirchliche Kindergärten laut geworden war.
Die SPD beantragte zudem, den Gebührenkatalog für die Kindergärten zu aktualisieren. „Die Realeinkommen sind gesunken, deshalb müssen die Gebühren überprüft werden“, sagte Fraktionsvorsitzender Dieter Janßen. Die Gemeindeverwaltung wies darauf hin, dass eine Überprüfung auch eine Gebührenanpassung nach oben ergeben könnte.
Wie berichtet, soll parallel zu dem Kinderbetreuungskonzept auch der Punktekatalog zur Vergabe von Kindergartenplätzen in Jever überarbeitet werden. Ziel ist, der Berufstätigkeit der Eltern mehr Gewicht zu geben.
