Jever - Eine Woche vor der entscheidenden Ratssitzung am Donnerstag, 20. Juni, hat sich die Diskussion in Jever über die umstrittene Fremdenverkehrsbeitragssatzung verschärft. Eine Gruppe von etwa 25 Hoteliers und Gastronomen hat massive Kritik an dem Vorhaben geäußert und angekündigt, Klage zu erheben, wenn der Stadtrat die Satzung verabschieden sollte.
Zugleich wollen die Wirte ihre Zusammenarbeit mit der Jever Marketing und Tourismus GmbH aufkündigen. Das meiste Marketing machten sie ohnehin selbst, von der Tourist-Info kämen nur wenige Buchungen, sagten Stephan Eden sowie Andreas und Oliver Jache. Kündigen wollen sie auch ihre Mitgliedschaften bei Jever Aktiv - sie fühlen sich von dem Gewerbeverein nicht ausreichend vertreten.
Indessen findet in der Politik offenbar eine Neubewertung der Fremdenverkehrsbeitragssatzung statt. Im Finanzausschuss hatte es vergangene Woche noch ein knappes 4:3-Votum für einen Beitragssatz von 21,54 Prozent gegeben; das ergäbe Einnahmen in Höhe von 200 000 Euro.
Nun schwenkt die Politik möglicherweise auf den von der Verwaltung vorgeschlagenen Beitragssatz von 16,16 Prozent um (Einnahmevolumen: 150 000 Euro).
