Jever/Friesland - Es gibt etwas, das interessiert sich nicht für Corona. Eine Krankheit, die keinen Lockdown einlegt. „Krebs kennt kein Corona“, sagt Birgitt Kampen-Neumann vom Mammographie-Screening-Team Niedersachsen Nordwest beim gestrigen Pressegespräch.

Dabei sind Vorsorgeuntersuchungen entscheidend, wenn es darum geht, Krebs frühzeitig zu entdecken. Aus diesem Grund steht das „Mammobil“ wieder auf dem Alten Markt. Das letzte Mal sind vor zwei Jahren zahlreiche Frauen der Einladung zur Brustkrebsfrüherkennung gefolgt. Das soll sich in diesem Jahr nicht ändern – trotz Corona.

Ein Hygienekonzept musste her: Untersuchungszeiten wurden verlängert, weniger Besucher können zeitgleich ins „Mammobil“. Eine Ampel am Eingang gibt Auskunft darüber, ob man eintreten darf, oder ob alle Plätze belegt sind. Zudem bestätigte Screening-Arzt Dr. Gerold Hecht (Wittmund), dass viele „Mammo-Mitarbeiter“ ihre Corona-Schutzimpfung bereits erhalten hätten. Eine sichere Sache also.

2165 Frauen aus Jever werden zeitversetzt angeschrieben, sie können dann für ihren Termin zur Brustkrebsfrüherkennung vorbeikommen. Doch auch Männer können an Brustkrebs erkranken. Jährlich sind es in Deutschland etwa 750 Männer. Zum Vergleich jedoch: Etwa 70 000 Frauen bekommen jährlich Brustkrebs. Doch Männer werden nicht im Mobil untersucht.

Noch bis zum 23. April können Frauen im „Mammobil“ vorbeischauen. Danach zieht die rollende Röntgenpraxis weiter nach Schortens und Sande.

Die Frauen, die im „Mammobil“ untersucht werden, sind zwischen 50 und 69 Jahre alt – die Haupterkrankungszeit von Brustkrebs. Doch genau bei dieser Altersspanne soll es nicht bleiben: Das Team von „Mammo bis 75“ setzt sich für die Anhebung der Altersgrenze von 69 auf 75 Jahre ein. Denn Brustkrebs betreffe auch viele Ältere. Der Antrag werde derzeit noch geprüft, das Prüfverfahren sei aber schon recht weit, berichtete gestern Dr. Gerold Hecht.Terminvereinbarung unter: T  0421 / 36116800