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Friesisches Brauhaus zu Jever Größter Umsatzeinbruchder Nachkriegszeit

Jever - Das Friesische Brauhaus zu Jever steht – wie die gesamte Branche – vor großen Herausforderungen. Das hat Pressesprecherin Ira Beckmann auf Nachfrage berichtet. „Der tendenziell grundsätzlich rückläufige Biermarkt hat durch die Coronakrise einen nie gekannten Einbruch in der Nachkriegszeit erlebt“, sagte sie. Davon ist auch die Premiummarke Jever betroffen.

FRIESISCHES BRAUHAUS ZU JEVER Treue der Fans und alkoholfreie Linie helfen jetzt

Antje Brüggerhoff
Jever

Dafür gibt es mehrere Gründe – wie die Corona-Einschränkungen in der Gastronomie. Selbst in den Sommermonaten, in denen die Inzidenzen niedriger waren, hätten die Gästezahlen deutlich unter Vor-Krisen-Niveau gelegen, so Beckmann. „Parallel sind Personalkräfte in der Gastronomie und Hotellerie infolge von Kurzarbeit in andere Branchen abgewandert, die so schnell nicht wieder zurückkehren werden – wenn überhaupt.“

Es fehlen Fahrer, Frachträume, Paletten und Papier

Zwar haben Konsumenten in der Corona-Zeit ihre Gewohnheiten verändert: Bier – und andere Produkte – wurden vermehrt im Handel gekauft, als Gastronomien geschlossen und Veranstaltungen abgesagt wurden. Das sollte aber nicht über die Schwierigkeiten hinwegtäuschen. Denn hinzu kämen massive Kostensteigerungen bei Rohstoffen, Verpackungen, Energie, Wasser, Logistik oder Tarifen. „Zudem sind die Lieferketten zum Zerreißen gespannt, es fehlen Frachträume beziehungsweise Lkw-Fahrer und auch Materialien wie Papier, Paletten und Leergut sind knapp.“

Pulver nicht verschossen – Ein Kommentar von Antje Brüggerhoff

Das Flaggschiff der Stadt ist vom Sturm der Pandemie heftig getroffen worden. Verschiedene schwere Brecher haben sich da zu einer riesigen Welle aufgebaut und das Brauhaus – wie auch die gesamte Branche – direkt und hart erwischt. Es gibt aber auch Sonnenstrahlen am dunklen Horizont, weil das Brauhaus etwa den Trend zum alkoholfreien Bier früh erkannt und sich eine breitere Flotte zugelegt hat. Zur rechten Zeit die richtigen Entscheidungen zu treffen, das hatten Jevers Brauer schon immer drauf: Der entschlossene Ausstieg aus dem China-Geschäft, das Ende von Maibock und Dark, die sportliche Linie von Fun Zitrone und Blutorange. Und das Flaggschiff hat sein Pulver auch noch lange nicht verschossen – es arbeitet derzeit nämlich an neuen Ideen.

Antje Brüggerhoff
Antje Brüggerhoff Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt
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