JEVER/HARLINGEN - Das niederländisch-friesische Harlingen und Jever haben viel gemeinsam: Die Städte liegen an oder in der Nähe der Nordseeküste, haben ein von der Landwirtschaft geprägtes Umland, verfügen über ein hohes kulturelles Niveau und haben beide einen 'friesischen Hintergrund'.
Vor mehr als drei Jahrzehnten hatten all diese Gemeinsamkeiten nicht ausgereicht, um eine Städtepartnerschaft auf die Beine zu stellen (der Harlinger Stadtrat lehnte das Ansinnen ab). Jetzt gibt es jedoch einen neuen Vorstoß, um zumindest auf kultureller Ebene und auf dem Gebiet der Geschichtsforschung die Beziehungen zu vertiefen. Dazu gab es am Sonnabend ein Treffen von Vertretern des Jeverländischen Altertums- und Heimatvereins und einer Delegation der 'Vereiniging Oud Harlingen' in der Marienstadt.
Beide Vereine wissen um die Wunden, die die Besetzung der Niederlande während des Zweiten Weltkriegs durch deutsche Truppen gerissen hat. Aber, so Volker Landig: 'Wir wollen in die Zukunft schauen.' Der Vorsitzende des jeverschen Vereins und sein Stellvertreter Detlef Pohl präsentierten in einer Pressekonferenz im Anschluss an das Besuchsprogramm mögliche Kooperationsprojekte, die die Beziehungen zwischen den beiden Städten voranbringen sollen.
