JEVER - Über den Dächern der Marienstadt begann am Mittwoch die Sitzung des jeverschen Stadtplanungsausschusses. Dessen Mitglieder besichtigten das St.-Annen-Quartier und ließen sich vom Bauherrn Dr. Karl Harms und Architekt Friedel Meyer durch die Baustelle führen. 'Wir wollen heute nicht an die vorbereitenden Debatten erinnern', mahnte Ausschussvorsitzender Horst-Dieter Husemann (CDU) angesichts der kontroversen Diskussionen, die im Vorfeld des Projekts gelaufen waren (wir berichteten). Tatsächlich zeigte sich das Gros der Ausschussmitglieder beeindruckt von den im Rohbau fertig gestellten fünf Stadthäusern.
Nach einer Besichtigung der Tiefgarage sowie des Ladenbereichs im Erdgeschoss ging es in die Obergeschosse, in denen 16 Komfortwohnungen entstehen – etwa die Hälfte von ihnen ist verkauft. Harms erinnerte an den Zustand des Geländes vor dem Baubeginn. Der Schlackeparkplatz, die Hinterhöfe und die maroden Gebäude hätten nicht gerade ein schönes Bild abgegeben. 'Und vergessen Sie die Spielhalle nicht', ergänzte Jevers Kämmerer Dietmar Rüstmann.
Bei aller Kritik, die im Vorfeld aufgekommen sei, werde mit dem St.-Annen-Quartier 'Hervorragendes geleistet', so Horst-Dieter Husemann – und das nicht nur für die künftigen Bewohner des Neubauquartiers, sondern zugleich für die Stadt Jever insgesamt. Auch das Fundament für den zweiten Gebäudekomplex ist bereits fertiggestellt. Hinter dem Harms-Stammhaus entsteht auf rund 2500 Quadratmetern ein Seniorenzentrum mit 31 Wohnungen, von denen bereits zwölf reserviert sind, sowie Geschäftsräume für einen Supermarkt mit Bäckerei und Café, Arztpraxen, eine Apotheke und eine Sozialstation.
