Jever - Am Samstag ging die dritte kulturpädagogische Kinderfreizeit „Xperimenta“ beim Natur-Erlebnis-Ort in Jever zu Ende. Sechs ereignisreiche Tage liegen damit hinter den 34 Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren und den 15 Betreuern – und damit knapp eine Woche, in der viel gebaut, gebastelt, geschnitzt, gekocht und auch gepaddelt wurde.
„Wir bieten hier einen geschützten Rahmen, wo sich die Kinder ausprobieren können und das machen dürfen, worauf sie Lust haben – dabei aber natürlich unter Aufsicht“, sagt Organisatorin Ina Berger.
So wurde beispielsweise ein Floß aus alten Paletten, Kanistern und Spanngurten gebaut. Auch ein ganzes Baumhaus zimmerten die Kinder mit den Betreuern zusammen. Bei der Spurensuche durch den Wald lernten sie die Natur besser kennen und beim Retten von Lebensmitteln aus Supermärkten den Nachhaltigkeitsgedanken.
Magische Waldwesen
Viele der Kinder und Teamer waren dabei als magische Waldwesen verkleidet. „Das lässt den durch Corona geprägten Alltag vergessen und macht so natürlich viel mehr Spaß“, erklärt Teamerin Evke Meyer-Hardieck. Für den zehnjährigen Tom gab es mehr als nur einen Höhepunkt der Woche: „Mir hat am besten das Floßbauen, die Spurensuche und das Kochen gefallen.“ Er war zum ersten Mal dabei und will nächstes Jahr auf jeden Fall wiederkommen. „Am Anfang hatte ich gar nicht so viel Lust, aber ich hab schnell viele Freunde gefunden“, sagt er.
Tausend kleine Höhepunkte
Für Jugendhaus-Leiter Detlef Berger gab es nicht den einen Höhepunkt, sondern Tausende kleine. „Jedes Mal, wenn ich in die strahlenden Gesichter gucke, ist das für mich ein Höhepunkt. Und die sehe ich hier sehr oft“, sagt er und grinst.
Für ihn ist es klar, warum die „Xperimenta“ so gut bei den Kindern ankommt. „Hier dürfen Kinder kleine Erwachsene sein. Also vieles ausprobieren, selbst in die Hand nehmen. Das macht sie enorm fröhlich – wir sehen also, dass wir nicht viel brauchen, um glücklich zu sein.“
Fest mit den Eltern
Am Freitag waren dann auch Interessierte und Eltern zu einem kleinen Fest eingeladen. Die Kinder zeigten ihnen stolz die selbst gebauten Dinge und erzählten von ihren Erlebnissen. Aus dem selbst gebautem Lehmofen, der bis zu 300 Grad warm war, gab es Pizza für alle.
Das Ferienangebot fand in Kooperation mit dem Stadtjugendring, dem Regionalen Umweltzentrum Schortens sowie dem Jugendhaus in Jever statt. Gefördert wird die „Xperimenta“ über „Künste öffnen Welten“ (BKW), wodurch die Teilnahme für alle Kinder kostenlos war.
