JEVER - Einen 'gemeinsamen Dialog, der zu einem Miteinander führt' hat sich Bürgermeister Jan Edo Albers zum Auftakt der Anliegerversammlung gewünscht. Das Treffen am Mittwochabend im fast bis auf den letzten Platz besetzten Anton-Günther-Saal zeigte jedoch, dass es mit dem Miteinander zwischen den Sportlern und den Anwohnern der Sportanlage an der Jahnstraße nicht weit her ist. Ganz konkret befürchten Bewohner des Baugebiets Am Lükenshof und der Viethstraße, dass mit dem Bau von zwei zusätzlichen Sportplätzen sowie einem neuen FSV-Vereinsheim die aus ihrer Sicht ohnehin schon hohe Lärmbelästigung zunehmen wird.

Hintergrund des Sportplatz- und Vereinsheim-Neubaus ist der Umzug des FSV Jever von der Schützenhofstraße an die Jahnstraße. Nachdem Kämmerer Dietmar Rüstmann, Bauamtsmitarbeiter Hans Wilhelm Schaus und FSV-Vorsitzender Guido Jaskulska das Projekt vorgestellt hatten (siehe Info-Kasten), hagelte es Kritik vor allem in Sachen Schallschutz. Das ging soweit, dass die Gültigkeit der beiden vorhandenen Lärmgutachten angezweifelt wurde.

Bis Herbst 2018 werden die vorhandenen Sportanlagen an der Jahnstraße um einen großen Rasenplatz mit Leichtathletikanlagen und einen kleinen Jugendplatz erweitert. Baubeginn ist Ende Februar. Die Baukosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro trägt die Stadt Jever, die dafür den Sportplatz an der Schützenhofstraße als Bauland vermarkten darf. Die beiden Plätze entstehen auf einem gut 20 000 Quadratmeter großen Areal des Sportforums. Der Baustellenverkehr erfolgt über die Jahnstraße.