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Neuer Vertrag über Wegenutzung Jever bleibt hin und weg von der EWE

Malte Kirchner

Jever - Die EWE Netz bleibt für weitere 20 Jahre Betreiber des städtischen Strom- und Gasnetzes in Jever. Am Montag unterschrieb Bürgermeister Jan Edo Albers im Beisein von EWE Netz-Regionsleiter Thorsten Wieting und EWE Netz-Kommunalbetreuer Ralf von Dzwonkowski die Verträge. Der regionale Netzbetreiber mit Sitz in Oldenburg ist damit verantwortlich für 243 Kilometer Gasnetz und 398 Kilometer Stromnetz. Daran angebunden sind 5334 Gas- und 5891 Stromanschlüsse.

Was das bedeutet

Für die Bürger ändert sich damit nichts. Für die Wegenutzungsverträge, die früher Konzessionsverträge hießen, gelten ohnehin klare Vorgaben. Selbst bei einem Wechsel des Betreibers hätte dieser nur wenig an den Kostenstellschrauben drehen können. Für die Stadt bedeuten die Wegenutzungsverträge bares Geld. Bis zu 410 000 Euro für die Gas-Konzessionsabgabe und bis zu 70 000 Euro für Strom überweist die EWE Netz jährlich an die Stadt. Die genaue Höhe richtet sich nach dem jährlichen Verbrauch. Die bis zu 9,6 Mio. Euro in 20 Jahren sind eine wichtige Einnahme im städtischen Haushalt. Zwar gehören der EWE das Gas- und Stromnetz. Da die Leitungen unter kommunalen Wegen liegen, muss sie aber für die Wegenutzung zahlen.

Gab es Alternativen?

Wirkliche Alternativen zur EWE gab es allerdings nicht. Die Stadt musste eine aufwendige Ausschreibung vornehmen, die bereits vor drei Jahren begann. Zeitweise habe es noch einen anderen Bieter gegeben, der sich aber im weiteren Verlauf zurückgezogen hat. Damit blieb die EWE Netz. Alternativ hätte Jever auch eigene Stadtwerke gründen können, so wie das vor Jahren Aurich in Angriff nahm. Mit dem Netzbetrieb gehen allerdings auch erhebliche Aufgaben einher, wofür es Spezialisten braucht. Im Falle eines Wechsels hätte das Netz von der EWE an den neuen Betreiber verkauft werden müssen. Auch hier gibt es klare rechtliche Vorgaben.

Die Stadt freut sich

Bürgermeister Jan Edo Albers lobte die Versorgungssicherheit. Nicht der günstigste Preis sei ausschlaggebend gewesen, sondern Sicherheit und Kompetenz, sagte er. Die EWE Netz zeigt sich stolz, deutschlandweit der ausfallsicherste Netzbetreiber zu sein. Die Stromausfallzeit pro Kunde und Jahr liege bei 3,2 Minuten. In ganz Deutschland betrage sie 12,2 Minuten, betonte Thorsten Wieting. Das habe vor allem damit zu tun, dass die EWE stark auf Erdkabelverlegung setzt. Diese ist nicht so störungsanfällig wie Oberleitungen.

Das sagt die EWE

Beim Netzbetreiber ist man froh, dass man ein „zusammenhängendes Netz“ behält. Dies sei mit Blick auf Erneuerbare Energien von Vorteil, wo immer mehr dezentrale Einspeisepunkte entstehen. Deshalb müsse ein Betreiber heute ganzheitlicher denken.

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