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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Jever

Messung zeigt: Noch geht es

03.09.2019

Jever Der Angelverein Jever hat den Moorwarfer See wieder freigegeben: Anfang Juli war der See wegen massenhafter Vermehrung von Cyanobakterien (Planktotrix rubescens, Burgunderblutalge, Blaualge) vorsorglich gesperrt worden. „Nun konnten wir den See am 1. September wieder freigeben: Nach Absterben der Algen, dem Ablauf der empfohlenen Wartezeit sowie regelmäßigen Wasserprobenentnahmen haben wir wieder Normalwerte erreicht“, teilt Manfred Lehmann, Vorsitzender des Angelvereins Jever, mit.

Auch an Jevers Graften wurden die Angler am Sonntag aktiv: Gewässerwart Frank Coordes hat mit Lehmann aus Prinzengraft, Pferdegraft und Duhmsgraft Wasserproben entnommen. „Die Ergebnisse haben für uns zu erstaunlichen und überraschenden Ergebnissen geführt“, so Lehmann: So stellte Coordes für die Prinzengraft einen „nicht erwarteten Sauerstoffgehalt“ fest. Die Sauerstoffsättigung des Wassers liegt bei 52,4 Prozent. „Das bestätigt im Prinzip die bisherigen Beobachtungen“, sagt Lehmann.

Entengrütze

Die Entengrütze oder auch Kleine Wasserlinse ist eine kleine, anspruchslose Pflanze, die an der Wasseroberfläche schwimmt und sich schnell vermehrt. Sie bildet auf dem Wasser einen grünen Pflanzenteppich, dadurch gelangt nur noch wenig Licht in das Gewässer.

Im Herbst sinkt sie zur Überwinterung auf den frostfreien Grund ab. Die Wasserlinse dient Enten und Gänsen aber auch Fischen als Nahrung. Sie ist sehr nahrhaft und enthält Aminosäuren, Proteine sowie Kohlenhydrate.

Da die Wasserlinse unverhältnismäßig schnell wuchert, muss sie regelmäßig ausgelichtet werden.

Im Wasser der Pferdegraft wurde ein niedrigerer Sauerstoffgehalt als erwartet gemessen: Die Sauerstoffsättigung liegt bei 45,6 Prozent. „Das ist noch akzeptabel“, so Lehmann. Grund für den vergleichsweise niedrigen Sauerstoffgehalt sei die Entengrütze, die dem Wasser viel Sauerstoff entzieht.

An der Duhmsgraft ist der Sauerstoffgehalt des Wassers mit einer Sättigung von 100,3 Prozent „wie erwartet“. Allerdings weisen einige gemessenen Werte auf eine Umweltbelastung der Graft hin, berichtet Lehmann.

Wie berichtet, blicken Anlieger der Graften, das Graften-Team und die Stadt mit Sorge auf die Graften: Die Trockenheit der vergangenen Wochen hat die Wasserstände drastisch sinken lassen. Auf Bitten der Stadt hatte der Angelverein Jever deshalb ein Auge auf den Zustand der Gewässer und insbesondere auf die Situation der Fische darin.

Der Eindruck Lehmanns, dass der Sauerstoffgehalt im Wasser der Graften noch ausreicht, hat sich mit den Messungen nun bestätigt. Tote oder auf der Seite liegende Fische waren ebenfalls noch nicht von den Anglern entdeckt worden – „und das bedeutet: noch geht es“, sagte Lehmann der NWZ.

Die Graften in Jever werden nur von Regenwasser gespeist. Regnet es lange nicht und ist es warm, sinkt der Pegel. Lehmann und der Angelverein bauen darauf, dass es nun etwas kühler bleibt – dann steigt der Sauerstoffgehalt im Wasser – und natürlich, dass es weiter ergiebig regnet. „Etwas kräftigerer Wind hilft auch schon: Er wälzt das Wasser um und sorgt so für kühlere Temperaturen und höhere Sauerstoffsättigung“, so Lehmann.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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