Jever - Auch wenn die Stimmung ausgelassen war und ein Erinnerungsfoto auf pinkfarbenem Sofa vor einem ebenfalls pink illuminierten Schloss eine lustige Sache sein kann – der Hintergrund dieser Aktion engagierter Kreis-Landfrauen und der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Friesland, Elke Elke Rohlfs-Jacob, am Samstagabend war ernst. Es ging um Brustkrebsvorsorge, konkret um das Mammographie-Screening bis 75. Zwei Stunden lang, bis 20.30 Uhr, stand die Aufforderung „Zeig dein Gesicht“ in Verbindung mit Sofa und Schloss, etwa 100 Fotos von Unterstützern machten die Landfrauen.
Für die Anhebung der Altersgrenze von 69 auf 75 Jahre streitet seit Jahren die Gruppe „Mammo bis 75“ und ist dazu schon vom Petitionsausschuss des Bundestages gehört worden. „Es ist enorm wichtig, dass unser Anliegen weithin bekannt wird und sich uns immer mehr Menschen anschließen“, sagte Rohlfs-Jacob. Die Lebenserwartung von Frauen sei gestiegen, Brustkrebs bekämen heute viele Frauen über 69, die Früherkennung sei überlebenswichtig. Der Kampf ist noch nicht gewonnen, auch wenn die Kampagne bundesweite Aufmerksamkeit genießt.
Der Oktober ist der Monat der Öffentlichkeitsarbeit für Brustkrebsvorsorge, und er wird wegen der pinkfarbenen Solidaritätsschleife von Betroffenen und Aktivistinnen auch als „Pinktober“ bezeichnet. Für die Frauen der Initiative aus Friesland, Wittmund und Wilhelmshaven ist der Oktober also genau der richtige Zeitpunkt, um für Unterstützung zu werben. Und so waren am Samstag auch die Wilhelmshavener Mitstreiterinnen, die „Pink Paddler“, und das Team um Dr. Gerold Hecht, Leiter des Mammographie-Screening-Referenzzentrums Nordwest, sowie Landrat Sven Ambrosy dabei, als die Fotoaktion begann. Wer wollte, konnte sich auf dem Sofa vor der Schlosskulisse fotografieren lassen. Die Fotos unter dem Motto „Zeig dein Gesicht für Mammo bis 75“ werden im Internet veröffentlicht auf der Homepage
