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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Jever

Straßenlärm betrifft 483 Jeveraner

12.09.2018

Jever 483 Jeveraner sind tagsüber Schallpegeln zwischen 50 dB(A) und 70 dB(A) ausgesetzt, 214 haben nachts Schallpegel zwischen 50 dB(A) und 60 dB/A) im Haus: Das ist Ergebnis der strategischen Lärmkartierung durch das Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim. Zugrunde gelegt wurden dabei rechnerische Werte.

Jever ist wie alle Kommunen im Land gehalten, einen Lärmaktionsplan aufzustellen. Der Entwurf wurde jetzt im Fachausschuss beraten. Wie sich zeigt, werden die Immissionsgrenzwerte „Tag“ der Verkehrslärmschutzverordnung von 70 dB(A) bei keinem Anlieger in Jever überschritten. Die Immissionsgrenzwerte „Nacht“ von 60 dB(A) werden bei zwei Anliegern im Gewerbegebiet überschritten – allerdings im Nachkommastellenbereich, gesonderte Maßnahmen sind nicht notwendig, so das Fazit.

Vom Verkehrslärm betroffen sind in Jever besonders Teile der Wohngebiete im Norden durch die Bundesstraße 210 sowie durch die Landesstraße L 813 – Wangerländische Straße, Schillerstraße, Elisabethufer, Blaue Straße, Bahnhofstraße, Schützenhofstraße. Die B 210 weist laut Zählung ein Verkehrsaufkommen von 19 000 Fahrzeugen pro Tag auf, die L 813 an Knotenpunkten bis zu 9000 pro Tag.

Die Stadtverwaltung will gegen Verkehrslärm in Jever insbesondere den Fahrradverkehr und die E-Mobilität fördern: Zudem sieht der Lärmaktionsplan vor:

 Tempo-30-Zonen in Wohnvierteln, vor Schulen, Altenheimen usw. mit Ausnahmen von Sammelstraßen.

 Lärmminderung durchs Fahrverhalten: gleichmäßiger Fahrfluss, niedrige Motordrehzahlen, Vermeidung unnötiger Fahrten.

 Rücksichtnahme: lärmreduziertes Verhalten beim Be- und Entladen, Ausschalten des Motors bei Standzeiten.

Die Lärmkartierung wird vom 17. September bis 1. Oktober im Rathaus zur Einsichtnahme ausgelegt: Dort können auch Aussagen zu einzelnen Grundstücken anhand der mit Lärmpunkten versehenen Gebäude an den betroffenen Straßen getroffen werden.

Lärmkartierung

Deutschland ist zur Umsetzung der so genannten Umgebungslärmrichtlinie der Europäischen Union verpflichtet. Ziel der Umgebungslärmrichtlinie ist, den auf klassifizierten Straßen – Kreis-, Landes- und Bundesstraßen sowie Autobahnen – entstehenden Lärm zu errechnen und zu kartieren. Darüber hinaus werden nur klassifizierte Straßen berücksichtigt, deren Verkehrsaufkommen bei über 3 Mio. pro Jahr liegt.

Als Quintessenz ist die Anzahl der vom Lärm betroffenen Bewohner zu berechnen. Sofern es zu Überschreitungen der zulässigen Lärmwerte kommt, sind Maßnahmen in Lärmaktionsplänen darzustellen. Die Kartierung und die Maßnahmen sollen spätestens alle fünf Jahre überprüft und überarbeitet werden.

Für das Gebiet der Stadt Jever wurden bei der strategischen Lärmkartierung durch das Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim die Umgehungsstraße B 210, die L 813 (Wangerländische Straße, Schillerstraße, Elisabethufer, Blaue Straße, Bahnhofstraße und Schützenhofstraße) sowie die K 94 (Sillensteder Straße und Jeversches Straße) berücksichtigt. Nach den vorgenommenen Auswertungen sind Überschreitungen der zulässigen Lärmgrenzwerte im Stadtgebiet Jever nicht zu verzeichnen.

Melanie Hanz
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965311

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