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Weihnachtsstadt in Jever Keine Sterne über dem Alten Markt

CH/TIN

Jever - Ist das noch stimmungsvoll und festlich? Oder kann das weg? Hat davon noch jemand was?

Nach der Arbeit mit Kollegen auf einen Glühwein in die Weihnachtsstadt – ein schöner Gedanke, alle erfüllen die 2G-Voraussetzung und machen am frühen Abend Druck, um es rechtzeitig vor 19 Uhr von der Redaktion auf den Alten Markt zu schaffen. Der Plan: ein geselliges Beisammensein außerhalb des Jobs, eine Kleinigkeit essen, etwas Wärmendes trinken.

Gegen 18.30 Uhr klappt das noch. Na, so halbwegs. Gefühlt ist außer unserer Gruppe kein Kunde mehr unterwegs. Es friert, die Bratwurstleute sind offenbar entschlossen, bis zur letzten Minute (19 Uhr ist Zapfenstreich) zu grillen und zu frittieren. Das historische Karussell dreht unbesetzt zu Christmas-Hits die letzten traurigen Runden. Der „Sternenhimmel“ über dem Marktplatz hat offenbar keinen Stromanschluss.

Schon vor 19 Uhr ist an Schafskäse im Fladenbrot nicht mehr zu denken. Erste Verkleidungen und Rollläden machen die Verkaufstresen bereit für diese besondere Sperrstunde, die man auch als Geisterstunde bezeichnen könnte.

Berliner, Fritten und Wurst

Einzig die Berlinerbude bleibt neben der Wurst- und Frittenfraktion bis zum bitteren Ende geöffnet. Auch wenige Minuten vor 19 Uhr gibt es hier noch einen frischen Crepe.

Und Glühwein? Fehlanzeige. Eine Gaststätte, die im Flyer als Ausschank für Glühwein mit Weihnachtsgarten beworben wird, ist längst in den Betriebsferien – bis Anfang Januar.

Weihnachtsstadt ist verwaist

Das glitzernd-glänzende Band der Buden und Gastrobetriebe, das sich durch die Vorstadt und die Altstadt ziehen und dabei den Infektionsschutz gewährleisten sollte – es ist zur Abendstunde eher verwaist, die wenigen Buden sind geschlossen.

Ein Heißgetränk bekommt die Gruppe dann doch noch. In einer Gaststätte am Alten Markt gibt es Apfelpunsch zum Mitnehmen.

Keine Weihnachtsstimmung

Vorweihnachtliche Stimmung kommt bei diesem leicht verunglückten Zug durch die sogenannte Weihnachtsstadt leider nicht auf. Verdenken kann man es allerdings auch keinem der Beschicker. Die Kundschaft macht sich rar in der Pandemie. Und wo nichts los ist, kommt auch nichts hin. Immerhin, die Kollegen aus der Redaktion waren nach langer Zeit mal wieder zusammen auf der Piste. Das war ja auch was wert.

Die Stadt Jever hat das mit den besten Absichten geplant und auf die Beine gestellt. Mit den Kultur- und Konzertangeboten im Sommer ist diese Rechnung noch voll aufgegangen. Vergleichbar unvergessliche Momente wird die Weihnachtsstadt ihren Besuchern aber wohl schuldig bleiben.

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