Jever - Zunächst ahmen die Hände einen Schnabel nach, dann gibt es ein Flügelschlagen mit den Armen, es folgen der kniende Watschelgang und viermaliges Klatschen. Die älteren Leser haben wohl erraten, worum es sich handelt: um den Ententanz.
Top angesagt war dieser Partytanz in den Jahren 1973/74. Vor dem jeverschen Schloss feierten die Figuren in dieser Woche ein Revival. Grundschulkinder machten anlässlich der Zeltwerkstatt der Museumspädagogik sozusagen tänzerisch „die Ente“.
Einige Schüler hätten erst gar nicht mitkommen wollen, weil Tanzen auf dem Programm stand, verriet eine Lehrerin der Grundschule Hohenkirchen. Als die Schülerinnen und Schüler dann zum „Ententanz“ antreten mussten, gab es kein Halten mehr. Mit Begeisterung folgten sie der „Vortänzerin“ Elisabeth Wilken.
Wie in den Vorjahren hatte das Team der Museumspädagogik ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Angelehnt ist das Projekt an die derzeitige „Duckomenta“, die noch bis zum 4. September unter dem Titel „Entzeitstimmung“ im Schloss zu sehen ist. An der Zeltwerkstatt nehmen bis Freitag insgesamt bis zu 200 Kinder aus jeverländischen Grundschulen teil. Am Sonnabend, 3. September, findet dann für junge und alte „Enten-Fans“ ab 14 Uhr das beliebte Familienfest statt.
Bei einer Kurzführung durch die Enten-Ausstellung verblüffte der achtjährige Philipp von der Grundschule Oestringfelde mit seinem Wissen. „Das ist ja Albert Einstein!“, so der Schüler, der bei „Albert Duckstein“ sofort erkannte, dass es sich um den Astrophysiker handelt, der den Fotografen die Zunge zeigte. Kein Wunder: Philipp interessiert sich für Naturwissenschaften.
Auf dem Schlossvorhof bastelten die Kinder aus allen möglichen Materialien ihre ganz persönlichen Wassergeflügel-Exemplare. Schließlich erzählten die Jungen und Mädchen „Entengrütze“. Dazu zog Elisabeth Wilken Stichworte aus dem Hut, die mit dem „Schnabel-Thema“ zu tun haben – die Kinder entwickelten daraus eine spannende Geschichte.
