JEVER - Das von der Beratungsfirma 'ift' erarbeitete Tourismuskonzept soll dem jeverschen Stadtrat künftig als Grundlage und Leitlinie der Tourismuspolitik dienen. Mit einer knappen Mehrheit von vier zu drei Stimmen hat der Ausschuss für Kultur, Tourismus, Freizeit, Sicherheit und Ordnung am Donnerstag dafür votiert. Die Beschlussvorlage, die noch Verwaltungsausschuss und Rat passieren muss, sieht außerdem vor, dass die Stadtverwaltung für eine der nächsten Sitzungen des Gremiums eine Prioritätenliste zur Umsetzung erarbeitet.
Im Februar hatte der Fachausschuss die Beschlussfassung noch vertagt, weil die Fraktionen sich Zeit für die Meinungsbildung ausgebeten hatten. Dass mit dem Grundsatzbeschluss nun eine Kostenlawine auf die Stadt zukommt – in letzter Konsequenz sieht das Gutachten über mehrere Jahre deutlich höhere Ausgaben als bisher für den Tourismus vor – sei nicht zu erwarten. Bürgermeister Jan Edo Albers stellte klar: 'Wer wenig Geld hat, muss sich genau überlegen, was er damit macht, um möglichst viel zu erreichen.' Der Rat bleibe bei jedem Beschluss Herr des Verfahrens, sagte Albers. Ihm gehe es in dieser Phase vor allem um das Bekenntnis zu dem Konzept als Arbeitsgrundlage, um die wichtige Förderung des Tourismusgewerbes in Jever nicht 'orientierungslos' voranzutreiben.
