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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Jever

Saatkrähen-TV hat viele Jeveraner begeistert

24.05.2019

Jever Seit 13. Mai ist „Mathildes“ Nest im jeverschen Schlosspark verwaist: Die beiden jungen Saatkrähen sind flügge, nur ab und zu schaut das Elternpaar noch vorbei, um sich auf dem Nestrand auszuruhen. Am 31. Mai wird die Webcam im Baum abgeschaltet – seit 28. Februar hatte sie Tag und Nacht live aus dem Krähennest gesendet.

Für die Beteiligten am Projekt „Live dabei“ – Schlossmuseum, Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft Natur und Umweltschutz (WAU) Jever und „Mobilum“ des Nabu – war das Saatkrähen-TV ein voller Erfolg. Denn der Live-Stream aus dem Saatkrähennest hat viele Menschen begeistert – und er hat mit gängigen Vorurteilen über die Saatkrähe aufgeräumt.

„Wir hatten nicht damit gerechnet, dass es so positive Resonanz gibt“, freut sich Petra Walentowitz (Mobilum), die die seit Jahren im Raum stehende Idee der Projektpartner umgesetzt hat. Kritik hörten die Partner kaum, stattdessen viele begeisterte Rückmeldungen auch von Museumsbesuchern.

Nun ist angedacht, 2020 mit verbesserter Technik erneut ins Saatkrähennest zu filmen. Ziel war, einen Perspektivwechsel zu erreichen: „Wir haben mit den Livebildern einen emotionalen Zugang zu dem Saatkrähenpaar ermöglicht, hinzu kommen Sachinfos übers Leben des Vogels“, sagt Werner Menke (WAU).

Eine ganze Festplatte voll Saatkrähen-Material wartet nun auf wissenschaftliche Auswertung durch einen Ornithologen.

Bilanz des Saatkrähen-TV „Live dabei“

20 000-mal wurden die Livestreams von „Live dabei“ im Internet aufgerufen, täglich kamen Interessierte direkt ins Schloss, um sich auf dem Bildschirm im linken Torhaus das Geschehen anzusehen.

Entgegen oft geäußerter Behauptungen ernährten sich die Saatkrähen nur von Regenwürmern und Engerlingen. Noch nicht einmal eine Maus, schon gar keine geräuberten Vogelküken tauchen im Videomaterial auf.

Auch die Angst vor überproportionalem Wachstum der Saatkrähen-Population in Jever sei unbegründet, wie die Live-Cam gezeigt habe: Fünf Eier hatte Mathilde gelegt, von drei geschlüpften Küken haben zwei überlebt.

Laut Zählungen von Werner Menke bewegt sich die Brut-Population im Schlosspark bei gleichbleibend rund 330 Paaren, in Jever brüten insgesamt stabil rund 600 Paare.

Die Technik – die Live-Cam sendete per Funk – ließ immer wieder zu wünschen übrig. Für 2020 hofft das Schlossmuseum auf bessere Bilder per Breitband.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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