JEVER - Das NFV-Sportgericht des Kreises Friesland hat ein drastisches Urteil gefällt: Bis zum 1. Februar 2016 ist der Fußballer des VfL Wilhelmshaven II vom Spielbetrieb ausgeschlossen, der dafür gesorgt haben soll, dass der junge Schiedsrichter die Partie zwischen dem FSV Jever und den Jadestädtern am 6. September abgebrochen hatte. Außerdem müsse er die Kosten des Verfahrens tragen, teilte das Gericht am Donnerstagnachmittag mit.

'Die Spieler des VfL traten insgesamt sehr provokant gegenüber den Entscheidungen des Schiedsrichters auf', beschrieb FSV-Betreuer Heiko Neumann damals die Szenerie auf dem Platz.

Bei dem 1:0 der Gastgeber sei die Stimmung gekippt: 'Die VfL-Spieler haben dem Gegner ein Foulspiel vorgeworfen.' Daraufhin sei der Unparteiische bedroht und beleidigt worden. Dieser habe dann zum eigenen Schutz die Partie abgebrochen. 'Er hat sich auf eigenen Wunsch zur Kabine und zum Auto von den Ordnern begleiten lassen', erläuterte Neumann weiter.

Das Gericht ging ebenfalls von einer ernsthaften Bedrohung des Unparteiischen aus. Zudem wird die Begegnung der 1. Kreisklasse Friesland/Wilhelmshaven mit 5:0 für den FSV Jever gewertet.