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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Jever

Schlossmuseum In Jever: Nach der Probe Schnaps zum Desinfizieren

18.11.2019

Jever Er ist 7,10 Meter tief und wurde mit seiner ursprünglichen Einfassung wieder aufgebaut – der Vorburg-Brunnen des jeverschen Schlosses ist nun auch feierlich eingeweiht. Kommissar Zufall, Jevers früheren Stadtkämmerer und Hobbyhistoriker Klaus Andersen, ist zu verdanken, dass dieser Zeitzeuge jeverscher Schlossgeschichte dort steht, wo er vermutlich nach 1918 abgebaut wurde.

Denn nach seiner Abdankung als Großherzog von Oldenburg verkaufte Friedrich August Mobiliar und anderes, was er auf seinem Wohnsitz in Ostholstein nicht benötigte. Die Vorfahren der Hauseigentümerin in Rahrdum hatten die Brunnenumrandung damals gekauft.

Mit der Jahreszahl 1790 an der Vorderseite und der Nr. 2 an der Rückseite erinnert die Brunneneinfassung an die Zeit der Zerbster Herrschaft. Wie Schlossherrin und Museumsleiterin Prof. Dr. Antje Sander bei der Einweihung am Freitagabend berichtete, könnte der Brunnen an sich älter sein – er stellte die Wasserversorgung der Soldaten und Bediensteten der Vorburg mit ihren vielen Gebäuden sicher. Vermutlich gehört dieser Brunnen im südöstlichen Bereich des Schlossgartens gegenüber dem 2. Torgebäude zu den ältesten Brunnen der Region und „schon Frl. Maria könnte an ihm gespielt haben“, sagte Antje Sander.

Das Wasser entsprach zu damaliger Zeit nicht den heutigen hygienischen Anforderungen, berichtete Sander in ihrem geschichtlichen Streifzug vor den fast 100 Gästen, Abordnungen der jeverschen Püttgemeinschaften.

Darum wurde aus dem Wasser der vielen Brunnen in Jever Dünnbier für den alltäglichen Verzehr gebraut. Die mangelnde Wasserqualität sei sicher auch ein Grund gewesen, sich nach der Wasserprobe beim Püttbier mit Schnaps innerlich zu desinfizieren, berichtete Sander mit einem Augenzwinkern. Dazu verteilte sie auch eine Kostprobe des 32-prozentigen Brunnenwassers, eben wie beim Püttbier.

Der Brunnen Nr. 1 war ursprünglich im Schlossinnenhof unter dem jetzigen Gullydeckel – seine Einfassung muss noch wiederentdeckt werden. Für den Freundeskreis Schlossmuseum, der 16.000 Euro für den Wiederaufbau einbrachte gilt es zunächst, Geld für eine Innen-beleuchtung des Brunnens einzuwerben. Dazu hatte Vorsitzender Andreas Kreye Aufnahmeanträge mitgebracht. Kreye stellte den Brunnenaufbau als größtes Projekt des Freundeskreises Schlossmuseum vor.

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