Jever - Die Mitglieder des Ausschusses für Bauen, Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Jever tagen am kommenden Mittwoch, 11. März, ab 16.30 Uhr im Anton-Günther-Saal des Rathauses. Auf der Tagesordnung steht der Bebauungsplan „Schützenhofsiedlung“.
Das Grundstück der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde an der Zerbster Straße steht derzeit zum Verkauf. Die Kirchengemeinde hat mittlerweile einen Kaufinteressenten gefunden, der von dem Architekten Friedel Meyer vertreten wird.
Meyer hat einen Bebauungsvorschlag für dieses und einen Teil des nördlich angrenzenden Grundstücks erarbeitet. Demnach sollen dort zwei größere Gebäude mit insgesamt 25 Wohneinheiten entstehen, wobei das jetzige Gemeindehaus erhalten bleiben und saniert werden soll. Seine Planungen wird Meyer in der Ausschusssitzung vorstellen.
Bebauungsplan muss für Wohnvorhaben geändert werden
Um diese Pläne umzusetzen, wäre die Änderung des bestehenden Bebauungsplanes „Schützenhofsiedlung“ erforderlich. Denn: Die darin festgelegte Nutzung des Grundstückes als Gemeinbedarfsfläche mit der Zweckbestimmung „Evangelische-lutherisches Gemeindehaus“ müsste in ein allgemeines Wohngebiet geändert werden. Auch die Erweiterung des Bauteppichs auf einen Teil des nördlich angrenzenden Flurstücks wäre erforderlich. Ein Planungsbüro hat dafür bereits einen Vorentwurf erstellt, der ebenfalls im Ausschuss vorgestellt wird.
Soweit die Planung und der vorgestellte Vorentwurf der Bebauungsplanänderung die Zustimmung des Verwaltungsausschusses findet, wäre ein Aufstellungsbeschluss für die 3. Änderung eines Teilbereiches des bestehenden Bebauungsplanes zu fassen.
Da es sich um eine klassische Innenverdichtung handelt, kommt voraussichtlich das Bebauungsplanverfahren ohne Umweltprüfung in Betracht. Zudem müsste der Flächennutzungsplan angepasst werden.
