JEVER - Der „Gehbus“ vom Wohngebiet Klein Grashaus zur Grundschule am Harlinger Weg in Jever erfreut sich stetig steigender Beliebtheit. 28 Kinder nutzen das Angebot und machen sich in Begleitung von Eltern morgens gemeinsam auf den sicheren Schulweg. Nach Angaben von Birgit Hippen, die den „Gehbus“ als Mutter ehrenamtlich koordiniert, waren noch nie so viele Kinder dabei.
Das Prinzip ist ganz einfach: Die Kinder laufen morgens in Begleitung zweier Eltern gemeinsam zur Schule. An fest vereinbarten Stellen können weitere Kinder „zusteigen“. Die Eltern sind mit Warnwesten und Haltekellen ausgerüstet. Als ausgebildete Verkehrslotsen können sie den Verkehr anhalten, wenn die Kinder eine Straße überqueren müssen.
Ein besonders kritischer Punkt ist dabei die viel befahrene Mühlenstraße an der Einmündung Augustenstraße. Wiard Wümkes, Verkehrsexperte der Polizei Jever, hatte die alten und neuen Begleiter des Gehbusses deshalb am Freitagmorgen zu einer praktischen Übung eingeladen. Dabei zeigte sich, dass es auch für deutlich sichtbare erwachsene Verkehrslotsen nicht immer einfach ist, Autofahrer zum Anhalten zu bewegen. Die Verkehrswacht Jeverland hatte zusätzlich ihr Tempo-Display aufgestellt, um Autofahrern ihre Geschwindigkeit vor Augen zu führen.
Neben der Verkehrssicherheit werden mit dem Gehbus nach Angaben der Stadt, die das Projekt im Rahmen des Bündnisses für Familie unterstützt, weitere positive Effekte erzielt: Er entspricht dem Bewegungsdrang der Kinder, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und reduziert das morgendliche Verkehrsaufkommen vor der Schule.
