JEVER - JEVER/OBN - Vor ein paar Monaten bereits hat Renate Kirchhoff (73) ihre fast 40 Jahre währende ehrenamtliche Betreuung der städtischen Obdachlosenunterkunft in Jever aus Altersgründen aufgegeben, doch jetzt zum offiziellen Abschied bei einem Dankeschön-Nachmittag im Anton-Günther-Saal des Rathauses rannen der Seniorin doch ein paar Tränen über die Wangen.
„Ich hätte gern noch weitergemacht, aber es geht nicht mehr“, sagte die alte Dame, die sich seit 1967 Tag und Nacht, selbst an Feiertagen wie Weihnachten oder Ostern, für diejenigen eingesetzt hat, die das Schicksal an den Rand der Gesellschaft gedrückt hat und die kein Dach mehr über dem Kopf haben.
Bürgermeisterin Angela Dankwardt dankte Renate Kirchhoff im Namen der gesamten Bürgerschaft der Stadt Jever für dieses außergewöhnliche soziale Engagement. Als Nachfolgerin für die Betreuung der Obdachlosenunterkunft stellte die Bürgermeisterin jetzt Bärbel Onnen vor. Sie habe sofort zugesagt, als die Anfrage aus dem Rathaus kam, sagt Bärbel Onnen. Wie schon bei Renate Kirchhoff, lastet die Aufgabe nicht allein auf Bärbel Onnens Schulter. Die 39-Jährige wird bei der Betreuung der Obdachlosenunterkunft von ihrer Familie unterstützt.
Ihren Dank richtete die Bürgermeisterin auch an den Seniorenbeirat der Stadt Jever: „Wir sind oft verblüfft, was den Senioren in unserer Stadt so auffällt und sind dankbar für all die vielen Anregungen und Verbesserungsvorschläge“.
Am 8. August wird der neue Beirat gewählt. Blumen für ihr langes Engagement gab es für Leonore Gundlach, Alma Werdermann und Lena Hellhof-Krahnstöver. Sie wollen nicht erneut kandidieren.
