Jever - Die Diskussion zwischen der Jeveraner Politik und den Anwohnern über den Ausbau der Anton-Reling-Straße war am Mittwoch Thema im Bauausschuss. Die Proteste der Hausbesitzer haben aber nichts genutzt: Der Ausschuss hat beschlossen, dem ersten Bauabschnitt der Anton-Reling-Straße zuzustimmen. Bemerkenswert ist, dass der Beschluss trotz der vielen Einwände der Anwohner einstimmig gefasst wurde.

Etwa 30 Bürger, davon 25 Anwohner der Anton-Reling-Straße, waren in die Sitzung gekommen. Sie durften auch nach der Einwohnerfragestunde zu Wort kommen, die Sitzung wurde hierfür unterbrochen.

Auf die Hausbesitzer kommen beim Ausbau der Straße gewaltige Kosten zu. Sie werden zu 75 Prozent an dem Straßenausbau belangt, die Rede war von etwa 20 Euro pro Quadratmeter Die durchschnittliche Beteiligung dürfte somit bei etwa 20 000 Euro liegen - viel zu hoch und in keinem Verhältnis zum Wert der Häuser, war ein Argument der Anwohner.

Die Stadt argumentierte, dass sie zu dem Ausbau verpflichtet sei. Die Straße ist einfach auf, so Hans-Wilhelm Schaus von der Stadtverwaltung. Die Gesetzgebung sehe vor, dass Straßen nach 25 bis 27 Jahren erneuert werden sollten - der jüngste Teil der Anton-Reling-Straße hingegen sei 47 Jahre alt.

Bernhard Schwanzar (Grüne) brachte neben der politischen Verantwortung außerdem den demografischen Wandel in die Diskussion. Mit Rollstühlen, Geh- und Kinderwagen ist es unzumutbar, diese Straße zu befahren. Der Ausschuss beschloss daher einstimmig, den ersten Bauabschnitt der Anton-Reling-Straße zu sanieren. Lediglich in Detailfragen wie der Straßenbeleuchtung und dem Bodenbelag - Pflaster, Asphalt oder Beton stehen zur Auswahl - will die Stadt den Bürgern entgegenkommen.

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