Jever - „Kartoffelrose und Nadelkraut – Botanische Neubürger auf den Ostfriesischen Inseln – Gefahr oder Bereicherung?“ Darum geht es an diesem Dienstag, 26. März, ab 19.30 Uhr im Anton-Günther-Saal des Rathauses Jever.

P.D. Dr. Holger Freund, Institut für Chemie und Biologie des Meeres (Uni Oldenburg) berichtet im letzten Vortrag der WAU-Reihe über so genannte Neophyten: Eine Nebenwirkung des globalen Handels- und Reiseverkehrs ist, dass auch Tier- und Pflanzenarten in Regionen verfrachtet werden, in denen sie ursprünglich nicht heimisch waren.

Diese Neubürger können zur Bereicherung der Artenvielfalt einer Region beitragen. Sie können aber auch eine Bedrohung bedeuten, wenn sie heimische Arten verdrängen oder bestehende Lebensräume erheblich verändern. In diesem Fall spricht man von ‚invasiven Arten‘, deren Verbreitung kontrolliert und wenn nötig auch bekämpft wird.

Freund befasst sich mit den Ostfriesischen Inseln: Mit Strand, Dünen und Salzwiesen weisen sie besonderen Bedingungen auf; bei den hier wachsenden Pflanzen handelt es sich um angepasste Spezialisten. Möglicherweise sind diese Arten durch eingewanderte Konkurrenten besonders gefährdet. Und solche invasiven Arten wie die Kartoffelrose, das Schmalblättrige Greiskraut und das Nadelkraut sind auf den Inseln zunehmend bekannt und dokumentiert. Der Eintritt ist frei, Gäste sind willkommen.