JEVER - Das Püttbier 2013 ist gelaufen – für die Püttacht Wangerstraße ist es aber ein Fest von historischer Tragweite gewesen, denn die 20 Mitglieder haben einstimmig beschlossen, ihre Wangerpütt umsetzen zu lassen.
Der neue Püttmeister Thomas Bochum, sein Amtsvorgänger Dieter Havertz und Schatzmeister Thomas Wolff teilten am Dienstag mit, dass die Pütt mit ihrem charakteristischen hölzernen Lamellenkasten in den kommenden Wochen vom jetzigen Standort an der Seitenwand von 'Braders Haus' (Sporthaus Jäger) entfernt und samt Wasserversorgung auf dem kleinen Pflanzbeet im Kreuzungsbereich Wangerstraße/Apothekerstraße neu errichtet wird. Mit einem Straßenfest soll dies nach Abschluss der Umsetzungsarbeiten im Frühjahr gefeiert werden. Die Wangerpütt wird dann nur wenige Meter entfernt von ihrem ursprünglichen Standort des Jahres 1720 in der Mitte der Wangerstraße aufragen. 'Damit war das diesjährige Püttfest das letzte am alten Standort', stellte Dieter Havertz fest, der die Umsetzung gemeinsam mit Thomas Wolff seit seiner Amtsübernahme im vergangenen Jahr maßgeblich vorangetrieben hat.
Die ersten Überlegungen und Beschlüsse zu diesem Schritt hat die Püttacht schon im Jahr 2008 gefasst. Der inzwischen verstorbene Hauseigentümer Michael Brader und Thomas Wolff, damals noch Püttmeister, hatten den Verlegungsantrag bei der Stadt gestellt. Ein geplanter Telefonverteilerkasten würde die Außenwirkung der Traditionspütt an der Hauswand verderben, so die Begründung, zudem lasse sie sich am neuen Standort auch besser touristisch vermarkten.
Inzwischen haben Kreis- und Stadtverwaltung, Denkmalschutz- und Naturschutzbehörden sowie die Polizei zugestimmt, und es kann losgehen. Mit der Umsetzung sei es nicht getan, erklärte Thomas Wolff. Die Pütt, ein 40 Jahre alter Nachbau, werde saniert und erhalte eine Rückwand. Auch der Wasseranschluss aus dem alten Brunnen werde verlegt. Rund 4500 bis 5000 Euro wird all das kosten, dafür haben die Püttbrüder Michael Brader (Vermächtnis), Dr. Fritz Blume, Egon Hohn und Hajo Allmers bereits 4000 Euro zusammengebracht. Auch die restlichen Mittel werde die Püttacht intern einwerben, erklärte Wolff.
