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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Jever

Es muss nicht immer die Karibik zum Tauchen sein

21.02.2019

Jever In die erstaunliche Unterwasserwelt der Nordsee nahm Dr. Alexander Stollenz am Dienstag im Rahmen der Veranstaltungsreihe der WAU seine Zuhörer in Jever mit. Der ursprünglich vorgesehene Vortrag „Botanische Neubürger auf den Ostfriesischen Inseln“ wird auf den 26. März verschoben, so der Vorsitzende der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Umweltschutz, Werner Menke. Der Grund: die wissenschaftliche Arbeit, für die Stollenz ab März auf Borkum ist – deshalb wurde sein Vortrag vorgezogen.

Dr. Stollenz wohnt sogar auf der Insel und konnte in der Nordsee so manches farbenprächtige Tier und viele Pflanzen fotografieren. „Es muss nicht die Karibik zum Tauchen sein“, sagte er. Auch in der Nordsee gebe es die unterschiedlichsten Pflanzen und Tiere und es lohne sich, einen Ausflug in diese Unterwasserwelt zu unternehmen.

Besonders an Steganlagen wurde der Referent fündig. Sie werden häufig von Seeanemonen als „die Blumen der Meere“ in den unterschiedlichsten Färbungen bevölkert, aber auch von Seenelken sowie Kolonien von Seesternen. Buhnen aus Steinlagen bieten vielfältige Verstecke für kleine und größere Tiere, die hier bei Ebbe Schutz vor den Möwen suchen.

Dass Seesterne eine Miesmuschel „knacken“ können, erstaunte die Besucher. Zu diesem Zweck stülpt sich der Seestern über die Muschel. Wenn sie sich öffnet, spritzt der Seestern sein Verdauungssekret in die Muschel und kann sie „auslöffeln“.

Besonders hatten es die verschiedenen Quallen in der Nordsee dem Referenten angetan. Sie bewegen sich nach dem Rückstoßprinzip und fangen mit ihren Nesseln-Zellen kleine Tiere und Schwebstoffe ein. Blaue Nesselqualle, Kompassqualle und Rippenqualle zeigten sich in ihrer ganzen farblichen Schönheit.

Einsiedlerkrebse können mit einer Seeanemone eine Symbiose eingehen. Sie schützt den Krebs mit ihren nesselnden Fangarmen und die Anemone ergattert die übrig gebliebenen Nahrungsteilchen. Wenn der Krebs sich ein neues Haus sucht, nimmt er die Anemone einfach mit.

Mit neuen Tierpopulationen wie die chinesische Wollhandkrabbe, die mit dem Balastwasser von Schiffen in die Nord- oder Ostsee eingeführt werden, müssen sich die vorhandenen Tierpopulationen auseinandersetzen. Dazu gehört die gefräßige Rippenqualle, die im Schwarzen Meer ca. 90 Prozent aller Sardinenbestände vernichtet hat.

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