Jever - Der Blick auf den Tod hat sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verändert: Erst die Christianisierung, dann das Fegefeuer im 13. Jahrhundert, das schließlich die Reformation verbannte und die Gewissheit trotz Säkularisierung ein Jenseits zu haben, mündet heute in der Verlust eines Jenseits ohne Vorstellung und Bewusstsein, fasste Prof. Dr. Antje Sander, Leiterin des Schlossmuseums Jever, wesentliche Entwicklungsschritte zusammen. Zu sehen war all dies in der Ausstellung Der Tod - Sepulkralkultur in Friesland vom Mittelalter bis zur Neuzeit, die jetzt mit einer Finissage endete.
Dazu gab es eine Gesprächsrunde unter Moderation der Museumsleiterin mit den Teilnehmern Irene Müller (Friedel-Orth Hospiz), Norbert Stieglitz (Ambulanter Hospizdienst), Dr. Klemens Kretschmer (Palliativmediziner), Pastor i.R. Volker Landig (Vorsitzender des Jeverländischen Altertums- und Heimatvereins) und Cornelia Welp (Bestatterverband Niedersachsen). Poetisch umrahmte Werner Menke die Finissage im voll besetzten Audienzsaal mit Trauergedichten aus dem 18. Jahrhundert.
Sanders Frage, ob die Gesprächsteilnehmer selbst Veränderungen wahrgenommen haben, beantworteten sie unterschiedlich.
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